ZF Friedrichshafen: 7.600 Jobs gestrichen – doch Standorte bleiben erhalten

Sepp Kraushaar
Sepp Kraushaar
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Ein altes deutsches Aktienzertifikat mit schwarzem Rand und der Aufschrift "Aktie über Einhundert Reichmark"Sepp Kraushaar

ZF Friedrichshafen: 7.600 Jobs gestrichen – doch Standorte bleiben erhalten

Die Regierungs-Sparte von ZF Friedrichshafen, bekannt als Division E, hat nach massiver Unterstützung durch die Belegschaft einen umfassenden Umstrukturierungsplan finalisiert. Die Vereinbarung, die auf Kostensenkungen und den Erhalt von Arbeitsplätzen abzielt, sieht in den kommenden sechs Jahren tiefgreifende Veränderungen vor. Rund 91 Prozent der Mitglieder der IG Metall stimmten für den Vorschlag – ein deutliches Zeichen für die breite Zustimmung zu den geplanten Maßnahmen.

Das neu beschlossene "Bündnis für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplatzsicherheit" wird bis 2030 etwa 7.600 Stellen in der Regierungs-Sparte abbauen. Trotz der Personalreduzierung sind jedoch keine Werksschließungen an den großen deutschen Standorten vorgesehen, zu denen der Hauptsitz am Bodensee sowie die Standorte Saarbrücken und Schweinfurt zählen. Das Unternehmen gab keine genauen Beschäftigtenzahlen für diese Standorte bekannt, doch weltweit arbeiten rund 30.000 Menschen in der Antriebsstrang-Sparte, zwei Drittel davon in Deutschland.

Durch die Einsparmaßnahmen sollen bis 2027 mehr als 500 Millionen Euro eingespart werden. Barbara Resch, Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg, bezeichnete die überwältigende Unterstützung der Gewerkschaft als ein "starkes Signal für Solidarität und Zusammenhalt". Der Plan soll finanzielle Effizienz mit dem langfristigen Erhalt von Arbeitsplätzen für die verbleibenden Mitarbeiter verbinden.

Bis 2030 wird die Umstrukturierung die Regierungs-Sparte grundlegend verändern: 7.600 Stellen fallen weg, doch in Deutschland bleiben alle Standorte erhalten. Die von nahezu allen Gewerkschaftsmitgliedern getragene Vereinbarung setzt auf wirtschaftliche Erholung bei gleichzeitiger Sicherung der Kernaktivitäten. Innerhalb von drei Jahren werden Einsparungen von über einer halben Milliarde Euro erwartet, die die Zukunft der Sparte stabilisieren sollen.

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