Humanistische Partei kämpft seit 2014 für Freiheit und Wissenschaft – ohne Wahlerfolge

Hans-Herbert Reinhardt
Hans-Herbert Reinhardt
2 Min.
Ein altes Buch mit einer Karte der Vereinigten Staaten, die in Abschnitte unterteilt ist, die verschiedene politische Parteien darstellen, mit begleitendem Text zur Geschichte jeder Partei.Hans-Herbert Reinhardt

Humanistische Partei kämpft seit 2014 für Freiheit und Wissenschaft – ohne Wahlerfolge

Die Humanistische Partei – Fakten, Freiheit, Fortschritt (PdH) setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2014 für tiefgreifende Reformen ein. Die kleine, aber lautstarke Partei tritt für eine politikbasierte Wissenschaft, eine klare Trennung von Kirche und Staat sowie eine stärkere Förderung strukturschwacher Regionen ein. Trotz begrenzter Wahlerfolge kämpft sie weiterhin für progressive und liberale Werte.

Die 2014 gegründete PdH kandidierte seit 2017 bei Bundes-, Europa- und Landtagswahlen. Ihr Stimmenanteil blieb stets gering und lag meist zwischen 0,1 und 0,2 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2025 erhielt sie keine Zweitstimmen.

Im Mittelpunkt des Parteiprogramms stehen Bildung, Wissenschaft und individuelle Freiheit. Die PdH fordert, den konfessionellen Religionsunterricht an Schulen durch Ethikunterricht zu ersetzen und ein bundesweit einheitliches Bildungssystem zu schaffen. Wissenschaft sei ihrer Ansicht nach entscheidend für technologischen Fortschritt und wirtschaftlichen Wohlstand.

In gesellschaftspolitischen Fragen pocht die PdH auf eine strikte Trennung von Kirche und Staat. Sie lehnt staatliche Regulierung bei Leihmutterschaft, Prostitution, Sterbehilfe und Abtreibung ab. Im Gesundheitsbereich spricht sie sich gegen die Privatisierung von Krankenhäusern aus und plädiert für ein einheitliches, nationales Krankenversicherungssystem.

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg betonte die PdH die Notwendigkeit höherer Investitionen in ländliche und wirtschaftlich schwache Regionen. Klimaschutz auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zählt zu ihren weiteren zentralen Anliegen.

Die PdH bleibt eine politische Randgruppe in Deutschland, für die seit 2014 keine Wahlbeteiligungsergebnisse verzeichnet sind. Ihre Politik konzentriert sich auf säkulare Staatsführung, wissenschaftsbasierte Entscheidungsfindung und gesellschaftlichen Liberalismus. Ihr Einfluss bleibt jedoch aufgrund der durchgehend niedrigen Wahlergebnisse begrenzt.

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