Kunst und Flucht: Studierende lesen über Migration am 12. März in Heidelberg

Hiltrud Jockel
Hiltrud Jockel
2 Min.
Eine alte Karte des Mittelmeeres mit Booten im Vordergrund und Text, der weitere Informationen bereitstellt.Hiltrud Jockel

Kunst und Flucht: Studierende lesen über Migration am 12. März in Heidelberg

Studierende des Internationalen Studienzentrums der Universität Heidelberg haben sich in einem ungewöhnlichen Kunstprojekt mit den Themen Flucht und Migration auseinandergesetzt. Ihre kreativen Beiträge – Gedichte und kurze Prosa – werden am 12. März 2026 bei einer öffentlichen Lesung präsentiert. Die Veranstaltung ist Teil der Heidelberger Internationalen Wochen gegen Rassismus, an der auch der Künstler Markus Kaesler teilnehmen wird.

Das Studienzentrum bereitet internationale Studierende auf das akademische Leben in Deutschland vor, indem es Sprachkenntnisse und fachspezifische Kompetenzen vermittelt. In diesem Jahr setzten sich die Teilnehmenden mit Kaeslers Installation mare nostrum auseinander, die sich mit der Migration über das Mittelmeer beschäftigt.

Kaeslers mare nostrum besteht aus 2.749 Bildern, von denen jedes ein Leben symbolisiert, das zwischen 2019 und 2023 auf der Mittelmeer-Migrationsroute verloren ging oder vermisst wird. Der Künstler erstellte die Werke, indem er Lochkameras auf dem Meer treiben ließ und die Abzüge anschließend mit Meerwasser entwickelte. Studierende aus aller Welt reagierten auf die Installation mit eigenen Texten auf Deutsch.

Die interaktive Lesung findet am 12. März um 18:00 Uhr im Max-Weber-Haus (Ziegelhäuser Landstraße 17) statt. Sie fällt in die Zeit der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Heidelberg, die vom 11. bis 29. März 2026 stattfinden. Das Programm wird vom Interkulturellen Zentrum der Stadt und lokalen Partnern organisiert.

Obwohl die genaue Zahl der beteiligten Studierenden nicht bekannt gegeben wurde, werden ihre Beiträge gemeinsam mit Kaeslers Werk präsentiert. Die Veranstaltung soll durch Kunst und persönliche Reflexion den Dialog über Migration und Vertreibung fördern.

Die Lesung am 12. März bietet die Gelegenheit, die Perspektiven der Studierenden auf Flucht und Migration zu hören, inspiriert von Kaeslers eindrucksvoller Installation. Ihre kreativen Texte, ergänzt durch die Anwesenheit des Künstlers, werden die menschlichen Schicksale hinter den Migrationsstatistiken in den Vordergrund rücken. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung steht allen Interessierten offen.

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