Baden-Württembergs Agrarminister blockiert neue Regeln für Nagetierbekämpfung bei Landwirten
Baden-Württembergs Agrarminister blockiert neue Regeln für Nagetierbekämpfung bei Landwirten
Neue Vorschriften zur Nagetierbekämpfung werden die Art und Weise verändern, wie Landwirte und Lebensmittelproduzenten Schädlinge kontrollieren. Ab Juli 2027 wird für den Umgang mit Antikoagulanzien der zweiten Generation eine verpflichtende Zertifizierung erforderlich sein. Doch Baden-Württembergs Agrarminister hat Widerspruch eingelegt: Bisherige Qualifikationen müssten ausreichen, um zusätzliche Schulungen zu vermeiden.
Die Bundesregierung hatte Ende 2025 bekannt gegeben, dass die Zertifizierung für den Einsatz von Rodentiziden gemäß der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) verbindlich wird. Die Maßnahme soll die Sicherheit erhöhen, stößt aber bei Landwirten und Lebensmittelherstellern auf Bedenken. Eine wirksame Nagetierbekämpfung bleibt entscheidend, um Ernten zu schützen, die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten und die Hygiene in Lagerstätten aufrechtzuerhalten.
Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, fordert einen flexibleren Ansatz. Er argumentiert, dass staatlich anerkannte landwirtschaftliche Abschlüsse als gleichwertig zur neuen Zertifizierung gelten sollten. Sein Vorschlag würde Fachkräfte des Sektors von Zusatzschulungen befreien – vorausgesetzt, sie verfügen bereits über einschlägige Qualifikationen.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die Prüfung der Angelegenheit aufgenommen. Ende 2025 begannen Konsultationen zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PflSchAnwV), begleitet von Gesprächen mit Landwirtschaftsverbänden wie dem Deutschen Bauernverband (DBV). Zudem führt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Risikobewertung durch, um Alternativen zu prüfen. Bisher wurden keine offiziellen Ausnahmen gewährt.
Hauk hat das Bundesumweltministerium aufgefordert, mit anderen Ressorts an einer praxisnahen Lösung zu arbeiten. Ohne Anpassungen, warnte er, könnte die Unzufriedenheit unter Landwirten wachsen und das Vertrauen in politische Entscheidungen weiter erschüttern.
Die Zertifizierungspflicht soll Mitte 2027 in Kraft treten – sofern keine Änderungen vorgenommen werden. Baden-Württemberg setzt sich weiterhin für Ausnahmen auf Basis bestehender Fachkenntnisse ein. Das Ergebnis der laufenden Überprüfung und der Stakeholder-Diskussionen wird entscheiden, ob Landwirte und Lebensmittelproduzenten zusätzliche Schulungsauflagen tragen müssen oder ob ihre aktuellen Qualifikationen anerkannt werden.
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