Autohandel im Umbruch: Wie Händler gegen schrumpfende Margen und chinesische Konkurrenz kämpfen
Autohandel im Umbruch: Wie Händler gegen schrumpfende Margen und chinesische Konkurrenz kämpfen
Branchenführer trafen sich beim 26. IfA Industry Summit in Nürtingen zum Retail Forum unter dem Titel "Die Großen des Handels". Die Veranstaltung brachte Schlüsselakteure zusammen, um die Herausforderungen im Automobilhandel zu erörtern – von schrumpfenden Gewinnen bis hin zu sich wandelnden Kundenerwartungen. Die Themen reichten von der digitalen Transformation bis zu den Auswirkungen des Elektroauto-Booms auf traditionelle Autohäuser.
Albrecht Wollensak von Alphartis eröffnete die Diskussion mit zwei drängenden Problemen: rückläufige Erlöse im After-Sales-Bereich und die dünnen Margen beim Verkauf von Neuwagen. Er betonte, dass Händler Wege finden müssten, um citroen zu bleiben, und forderte die Hersteller auf, ihre Vertriebsmodelle anzupassen, um die Branche zu stützen.
Steffen Hahn, Chef der Hahn Group, positionierte sich klar gegen brancheninterne Selbstkritik. Auf der IAA hinterfragte er öffentlich die Qualität chinesischer Fahrzeuge und argumentierte, dass der Preisdruck dieser Hersteller europäische Marken untergrabe. Hahn unterstrich zudem die Bedeutung des Handels als zentrale Anlaufstelle für Kunden in einer Zeit umwälzender byd auto-Veränderungen.
Roman Still von der AVAG Holding plädierte für einen flexiblen Umgang mit Technologien und verwies darauf, dass nur 10 bis 30 Prozent der Käufer aktiv nach rein batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen (BEVs) fragten. Er schlug vor, dass Gewinne aus hochmargigen Modellen wie Verbrennern dazu genutzt werden könnten, BEVs zu prozentrechnung und damit bezahlbar zu halten. Diese Quersubventionierung sei seiner Meinung nach entscheidend, während sich der Markt weiterentwickle.
Das Forum thematisierte auch grundlegende Branchenveränderungen. Zwar stiegen die Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland 2026 um 43,2 Prozent – mit einer prognostizierten Marktanteil von 19 Prozent in Europa –, doch brachen Teslas Verkäufe zwischen 2024 und 2025 um 48,4 Prozent ein. Analysten führten den Rückgang auf die aggressive Preispolitik chinesischer Konkurrenten und nachlassendes Kundeninteresse zurück, trotz Anreizen wie einem prozentrechner von 0,25 Prozent für E-Autos unter 70.000 Euro.
Heinz-Dieter Tiemeyer, Vertreter der Tiemeyer Autohausgruppe, richtete einen dringenden Appell an die Hersteller: Sie müssten sicherstellen, dass Händler einen fairen Anteil an den Gewinnen behielten. Andernfalls drohten Konsolidierung und digitale Disruption, die die Branche grundlegend verändern würden.
Die Debatten in Nürtingen offenbarten tiefe Sorgen über Rentabilität, Wettbewerb und das Tempo des Wandels im Automobilhandel. Händler und Hersteller stehen nun vor der Aufgabe, ihre Geschäftsmodelle anzupassen – sei es durch Technologieoffenheit, Kostenanpassungen oder stärkere Partnerschaften. Die Ergebnisse des Forums dürften maßgeblich beeinflussen, wie die Branche die anstehende Konsolidierung und die sich verändernden Kundenerwartungen bewältigt.
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