Mainz erzwingt Umbenennung der Wiesbadener Karnevalsfigur Zugen(d)te – jetzt heißt sie Gans am End
Mainz erzwingt Umbenennung der Wiesbadener Karnevalsfigur Zugen(d)te – jetzt heißt sie Gans am End
Eine langjährige Karnevalstradition in Wiesbaden hat einen Rechtsstreit mit Mainz ausgelöst. Im Mittelpunkt steht eine gefiederte Paradefigur namens Zugen(d)te, die seit fast 20 Jahren den Abschluss des Wiesbadener Fastnachtsumzugs markiert. Nach einer Beschwerde aus Mainz wird die Figur nun umbenannt – und ihr Design überarbeitet.
Kern des Problems ist ein Markenrechtsstreit. Mainz beansprucht die exklusiven Rechte am Namen und zwingt Wiesbaden damit, seinen beliebten Schlusswagen umzubenennen.
Der Konflikt begann, als Hannsgeorg Schönig, Präsident des Mainzer Karnevalsvereins, offiziell Beschwerde einreichte. Er argumentierte, der Name Zugen(d)te sei markenrechtlich geschützt und dürfe nur in Mainz verwendet werden. Die Wiesbadener Wagenbauer hatten zuvor nie Widerspruch erfahren – trotz der zwei Jahrzehnte langen Präsenz der Figur in ihrem Umzug.
Auch die Figur selbst geriet unter die Lupe. Ursprünglich als Ente konzipiert, trägt sie weiße statt der gelben Federn der Mainzer Zugente. Den Bauern fiel kürzlich auf, dass sie eher einer Gans ähnelt – besonders mit ihrer Warnweste und dem Besen, eine Hommage an die Müllabfuhr. Diese Erkenntnis führte zu weiteren Änderungen.
Um einen Rechtsstreit zu vermeiden, entschied Guntram Eisenmann, künstlerischer Leiter des Dacho, die Zugen(d)te-Beschriftung zu entfernen. Der Wagen heißt nun Gans am End – die Gans zum Schluss. Die Umbenennung kommt gerade rechtzeitig zum Wiesbadener Fastnachtssonntagsumzug.
Solche Abschlussfiguren haben tiefe Wurzeln in der Karnevalstradition. Die Mainzer Abschlussfiguren reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück und begannen als einfache Holzattrappen politischer Persönlichkeiten. Im 20. Jahrhundert entwickelten sie sich zu aufwendigen, mechanisch bewegten Konstruktionen. Gruppen wie die Mainzer Bacchuspfennig-Drucker trieben die Innovationen voran und machten sie zu riesigen, interaktiven Mittelpunkten. Vor diesem Streit standen sie für lokalen Spott und handwerkliche Kunst.
Ähnliche Bräuche gibt es in Köln und Düsseldorf, wo Wagen politische Allegorien oder humorvolle Figuren tragen. Doch die Mainzer Figuren stechen durch ihre Größe und mechanische Komplexität hervor. Die Zugente ist seit langem fester Bestandteil des Rosenmontagsumzugs – ebenso wie die Zugen(d)te, nun Gans am End, in Wiesbaden.
Der Wagen wird unter seinem neuen Namen am Wiesbadener Umzug teilnehmen. Die Änderung vermeidet juristische Auseinandersetzungen und erhält die Tradition. Vorerst ersetzt die Gans die Ente, und die besenfuchtelnde Figur wird ihre Rolle fortsetzen – nur mit einem anderen Namen.
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