Skandal um CDU-Kandidat Hagel kippt die Wahlen 2025 in Baden-Württemberg
Skandal um CDU-Kandidat Hagel kippt die Wahlen 2025 in Baden-Württemberg
Wahl in Baden-Württemberg nimmt dramatische Wendung kurz vor der Abstimmung
Nur wenige Tage vor der Wahl in Baden-Württemberg hat ein alter Videoclip des CDU-Kandidaten Manuel Hagel mit umstrittenen Äußerungen die Schlagzeilen dominiert. Unterdessen haben die Grünen nach monatelangen Umfrageverlusten wieder an Zuspruch gewonnen – die Wähler müssen sich nun zwischen zwei Spitzenkandidaten entscheiden: Cem Özdemir und Hagel.
Der Wahlkampf begann mit der CDU klar in Führung. Unter der neuen Vorsitzenden Elisabeth Sautter kletterte die Partei in den Umfragen bis Anfang 2026 auf 35 bis 38 Prozent. Ihr Aufstieg fiel zusammen mit dem Absturz der Grünen, die von 30 Prozent Ende 2024 auf nur noch 12 Prozent fielen – geschwächt durch interne Skandale, Gegenwind bei der Klimapolitik und die Hitzewellenkrise 2025. Viele Wähler machten die ökologische Agenda der Grünen für wirtschaftliche Probleme verantwortlich, darunter die Schwächephase von Daimler.
Die CDU profitierte von Versprechen auf wirtschaftliche Erholung und einer harten Linie in der Migrationspolitik, während die Flüchtlingszahlen aufgrund des Ukraine-Kriegs stiegen. Die AfD hielt sich stabil bei 20 bis 22 Prozent und zog Nutzen aus der Anti-Grünen-Stimmung, während die SPD bei 13 bis 15 Prozent dahinkümmerte und die FDP knapp an der Fünf-Prozent-Hürde kratzte. Beobachter rechneten mit einer CDU-AfD-Koalition oder einer Minderheitsregierung unter Führung der CDU.
Doch dann, zwei Wochen vor der Wahl, veröffentlichten die Grünen ein acht Jahre altes Video, das Hagel – damals 29-jähriger Kandidat – bei umstrittenen Bemerkungen über die "rehbraunen" Augen einer Studentin zeigt. Kritiker warfen ihm Sexismus vor, und der Skandal überlagerte die Debatten über Wirtschaft und Migration. Hagel geriet zusätzlich unter Druck, weil er im Wahlkampf überheblich und passiv wirkte.
Inmitten der Turbulenzen gewann der Grünen-Co-Vorsitzende Cem Özdemir an Boden. Seine Kampagne zielte auf die politische Mitte, distanzierte sich von linkspolitischen Positionen und kritisierte die unkontrollierte Migration seit 2015. Selbst die umstrittene Figur Boris Palmer umwarb er – ein Schritt, der Gemäßigtere ansprach. Die Umfragen zeigen nun ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und Grünen, wobei der einst 14-Prozent-Punkte-Vorsprung der CDU dahingeschmolzen ist.
Da nur zwei realistische Koalitionsoptionen bleiben – ein Bündnis aus CDU und Grünen oder umgekehrt –, scheint die Wahl nun vom stärkeren Spitzenkandidaten abzuhängen. Und derzeit hat Özdemir die besseren Karten.
Das Wahlergebnis hängt nun davon ab, ob die CDU sich vom Hagel-Skandal erholen kann oder ob die Grünen ihren späten Aufschwung halten. Ein knapper Ausgang könnte beide Lager zu Verhandlungen zwingen. So oder so wird die nächste Regierung vor immediate Herausforderungen stehen – von der wirtschaftlichen Erholung bis zur Bewältigung des Migrationsdrucks.
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