25 April 2026, 14:23

Zufit Simons Fight Club bricht mit Choreografie-Konventionen beim Best OFF Festival

Eine Buchseite mit einer lebendigen Zeichnung von Menschen, die im Einklang tanzen, begleitet von Text, der das Datum, die Uhrzeit und den Ort des Ereignisses angibt.

Zufit Simons Fight Club bricht mit Choreografie-Konventionen beim Best OFF Festival

Zufit Simons neueste Produktion Fight Club eröffnet das Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover am 23. April. Das Stück markiert einen kühnen Bruch in ihrem choreografischen Stil – mit einem Fokus auf Kampf und männliche Energie. Simon, heute 45, hat jahrzehntelang den zeitgenössischen Tanz in Deutschland geprägt.

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Geboren 1980 in Israel, kam Simon vor 25 Jahren nach Deutschland und begann bereits mit vier Jahren zu tanzen. Ihre frühe Ausbildung im klassischen Ballett legte den Grundstein für eine Karriere, die später Konventionen herausfordern sollte. 2005 gewann ihr erstes Solo fleischlos den dritten Platz als bestes deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig.

Ihr Werk wird oft mit der molekularen Küche verglichen – jede Bewegung ist destilliert, doch voller Intensität. Trotz Anerkennung blieb ihr Weg nicht ohne Rückschläge: 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur die konzeptionelle Förderung für ihre Projekte. 2024 schloss dann das LOT-Theater, wo viele ihrer Stücke uraufgeführt wurden, wegen Insolvenz.

Unterstützung fand sie bei Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig, die ihre Arbeiten produzierte. Die Würdigung folgte 2025, als Simon den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk erhielt – eine ungewöhnliche Ehre für eine so junge Künstlerin.

Fight Club ist Simons bislang konfrontativstes Werk. Die Festivaleröffnung in Hannover wird ihre sich weiterentwickelnde Vision zeigen. Nach Jahrzehnten des Innovierens bleibt ihr Einfluss auf den deutschen Tanz unbestritten.

Quelle