Zehn Gespräche zeigen: Wie vielfältig jüdisches Leben in Deutschland wirklich ist
Hans-Herbert ReinhardtZehn Gespräche zeigen: Wie vielfältig jüdisches Leben in Deutschland wirklich ist
Ein neues Buch mit dem Titel "Worüber Jüdinnen und Juden sprechen: Zehn Gespräche aus Deutschland" ist im Hentrich & Hentrich Verlag erschienen. Es vereint acht jüdische Stimmen in zehn Dialogen und bietet eine Vielfalt persönlicher Perspektiven. Die Autor:innen, Mascha Malburg und Joshua Schultheis, schreiben beide für die "Jüdische Allgemeine" und möchten mit dem Buch die Diversität jüdischen Lebens im heutigen Deutschland aufzeigen.
Die Gespräche des Buches werden von Dinah Riese moderiert, die die Inlandsredaktion der "Jüdischen Allgemeinen" online leitet. Malburg, deren akademische Arbeit sich mit Hannah Arendts Revolutionstheorie beschäftigte, und Schultheis, politischer Redakteur derselben Zeitung, lenken die Diskussionen zu unterschiedlichen Erfahrungen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft.
In Deutschland kommen Jüdinnen und Juden in der öffentlichen Debatte oft nur an bestimmten Punkten zu Wort – etwa bei Gedenkveranstaltungen für NS-Opfer oder bei Eskalationen im Nahostkonflikt. Das Buch will über diese eingeschränkten Darstellungen hinausgehen, indem es Alltagsstimmen und -geschichten präsentiert.
Die Dialoge behandeln Themen von Identität und Tradition bis hin zu aktuellen Herausforderungen und spiegeln so die Komplexität jüdischen Lebens im modernen Deutschland wider. Jedes Gespräch unterstreicht unterschiedliche Hintergründe und löst sich damit vom Bild einer einheitlichen jüdischen Erfahrung.
Die Veröffentlichung ist Teil einer Initiative, die Sichtbarkeit jüdischer Perspektiven in Deutschland zu erweitern. Mit zehn vertieften Diskussionen gibt das Buch jenen Stimmen eine Plattform, die selten außerhalb historischer oder politischer Kontexte gehört werden. Es ist ab sofort im Hentrich & Hentrich Verlag erhältlich.






