Ulm präsentiert bahnbrechende Live-Demo für vernetztes und kooperatives Fahren
Vladimir DöhnUlm präsentiert bahnbrechende Live-Demo für vernetztes und kooperatives Fahren
Verbundene und kooperative Fahrweise in Live-Demonstration: Ulm zeigt Zukunft der Mobilität
Am 9. April fand in Ulm eine Live-Vorführung des vernetzten und kooperativen Fahrens statt. Die Veranstaltung, die an der Universität Ulm und einer nahegelegenen Testkreuzung stattfand, demonstrierte, wie automatisierte Fahrzeuge mithilfe von Echtzeitdaten sicher interagieren. Organisiert wurde die Demonstration von führenden Forschungseinrichtungen und Technologieunternehmen, die an Lösungen für die Mobilität der Zukunft arbeiten.
Im Mittelpunkt der Vorführung standen zwei automatisierte Fahrzeuge, die gemeinsam ein Manöver um ein stehendes Auto herum meisterten. Die Fahrzeuge nutzten dabei nicht nur Daten aus den eigenen Sensoren, sondern auch Informationen der Verkehrsinfrastruktur, um ihre Bewegungen zu planen. Ein von Bosch entwickelter "Kooperationsplaner" koordinierte das Manöver und übermittelte den Fahrzeugen entsprechende Anweisungen.
Die Universität Ulm steuerte wesentliche Methoden bei, um die Berechnung der Umgebungsdaten durch das System zu optimieren. Zudem bewerteten Forscher die Qualität der in dem Test verwendeten Modelle und Daten. Für die Kommunikation nutzten die Fahrzeuge sowohl 5G-Mobilfunknetze als auch ein Hochgeschwindigkeits-Pilotsystem mit 60 GHz.
Die Veranstaltung war Teil der Initiative "Reallabor Deutschland" im Rahmen des EU-Projekts PoDIUM. Beteiligt waren die Universitäten Ulm und Duisburg-Essen sowie die Unternehmen Bosch und Nokia. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Technologien für vernetztes, kooperatives und automatisiertes Fahren (CCAM) unter realen Bedingungen weiterzuentwickeln.
Die Demonstration verdeutlichte, wie automatisierte Fahrzeuge Daten teilen und in komplexen Verkehrssituationen ihre Aktionen abstimmen können. Die Ergebnisse werden nun ausgewertet, um die Vernetzung und Automatisierung im Verkehrssektor voranzutreiben. Ziel dieser Fortschritte ist es, zukünftige Mobilitätssysteme sicherer und effizienter zu gestalten.






