25 April 2026, 02:22

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs zwischen AfD und Linken auf

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Frauen aus der Frauenwahlrechtsbewegung, mit einer Frau in der Mitte sitzend.

Philipp Amthor fordert CDU zu klarem Feminismus-Kurs zwischen AfD und Linken auf

CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Position zu beziehen – statt das Thema der Linken zu überlassen. Sein Appell kommt zu einer Zeit, in der er sich sowohl gegen rechtsextreme Ansichten als auch gegen einige progressive feministische Forderungen stellt. Der 31-jährige Abgeordnete äußert sich seit Langem öffentlich zu geschlechterpolitischen Themen in der deutschen Politik.

2023 setzte sich Amthor für ein Verbot gendersensibler Sprache in staatlichen Einrichtungen ein. Zudem lehnte er Vorschläge ab, die eine paritätische Besetzung von Parteilisten vorschreiben, und argumentierte gegen Quoten zur Erhöhung des Frauenanteils im Parlament. Seine Haltung erstreckt sich auch auf die Ablehnung einer Liberalisierung des Abtreibungsrechts, einschließlich der Beibehaltung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche.

Gleichzeitig kritisierte Amthor die rechtspopulistische AfD für ihre biologisch-deterministische Sichtweise und veraltete Klischees über Frauen. Er wirft der Partei vor, Frauen als das "schwache Geschlecht" darzustellen und starre Rollenbilder zu zementieren. Zugleich räumt er ein, dass es nach wie vor Doppelstandards gibt – etwa wenn Politikerinnen eher nach ihrem Äußeren als nach ihren Argumenten beurteilt werden.

Trotz seiner Skepsis gegenüber bestimmten feministischen Forderungen betont Amthor, dass CDU und Unionsfraktion Fortschritte in der Gleichstellungspolitik aktiv verteidigen müssten. Er ist überzeugt, dass sich Männer in der Partei deutlicher gegen Rückschritte positionieren sollten – besonders angesichts des wachsenden Einflusses rechtsextremer Kräfte.

Amthors Standpunkt offenbart die Spaltung der CDU in Geschlechterfragen: Zwar lehnt er einige feministische Positionen ab, doch stellt er sich gleichzeitig gegen die traditionellen Rollenbilder der AfD und fordert mehr männliches Engagement für Gleichberechtigung. Seine Haltung zeigt den Balanceakt zwischen konservativen Werten und der Notwendigkeit, rechtsextremen Narrativen zu Frauenrechten etwas entgegenzusetzen.

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