Illegale Schafsschlachtung in Ulm: 38-Jähriger unter Verdacht ohne Reue
Vladimir DöhnIllegale Schafsschlachtung in Ulm: 38-Jähriger unter Verdacht ohne Reue
38-Jähriger steht unter Verdacht nach illegaler Schafsschlachtung in Ulm
Augenzeugen berichteten, am Donnerstagabend mehrere Personen beobachtet zu haben, die ein lebendes Schaf aus dem Kofferraum eines Autos in eine Garage zogen. Die Polizei vermutet, dass das Tier von einem Viehhändler in Münsingen erworben wurde, dem möglicherweise das geplante Schicksal des Schafs nicht bekannt war.
Der Vorfall ereignete sich gegen 18:45 Uhr, als Passanten eine Gruppe dabei sahen, wie sie ein lebendes Schaf aus einem Fahrzeug zog und in eine Garage zwang. Die Behörden bestätigten später, dass das Tier ohne vorherige Betäubung geschlachtet worden war – ein klarer Verstoß gegen die Tierschutzbestimmungen.
Bei der Befragung zeigte der 38-jährige Tatverdächtige keine Reue. Gemeinsam mit seiner 41-jährigen Ehefrau soll er versucht haben, Beweismaterial im Zusammenhang mit der Schlachtung zu vernichten. Die Ermittler prüfen zudem, ob das Schaf ausgesetzt oder vergiftet wurde, was ebenfalls gegen das deutsche Tierschutzgesetz verstoßen würde.
Der Fall reiht sich in eine Serie von Tierschutzverstößen in Baden-Württemberg ein. Allein 2024 wurden über 800 Verstöße registriert, darunter vergiftete Köder, die Hunde und Schwäne töteten. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Viehhändler aus Münsingen haben, sich unter der Nummer +49 731 188-3812 zu melden.
Die Polizeidirektion Ulm ermittelt weiterhin wegen der illegalen Schlachtung und möglicher Verbindungen zu weiteren Tierschutzvergehen. Sollten die Beweise Verstöße gegen die Betäubungsvorschriften oder den Einsatz von Giftködern bestätigen, könnten Anklagen folgen. Noch ist unklar, ob auch der Viehhändler mit Konsequenzen rechnen muss.






