Zug tötet Gänse-Eltern in Markelfingen – Rettung für ein Küken gelingt
Hans-Herbert ReinhardtZug tötet Gänse-Eltern in Markelfingen – Rettung für ein Küken gelingt
Zwei Gänse durch Zug bei Markelfingen getötet – Rettungseinsatz für verwaiste Küken
Am 25. April wurden zwei Gänse von einem Zug in der Nähe des Naturfreundehauses in Markelfingen getötet. Durch den Unfall blieben ihre Jungtiere zurück und befanden sich hilflos in der Nähe der Gleise, was eine Rettungsaktion auslöste. Die Behörden warnten die Bevölkerung eindringlich davor, bei Sichtungen von Tieren auf oder nahe Eisenbahnstrecken diese zu betreten.
Die Gänse mit ihrem Nachwuchs hatten sich zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes in unmittelbarer Nähe der Gleise aufgehalten. Nach dem Vorfall wurden Zugführer in der Region angewiesen, besonders vorsichtig zu fahren.
Ein Tierrettungsteam konnte später eines der Gänseküken finden und in Obhut nehmen. Die übrigen Geschwister werden jedoch noch vermisst. Die Bundespolizei Konstanz betont, dass man Eisenbahnanlagen auf keinen Fall betreten dürfe, wenn Tiere auf den Gleisen gesichtet werden. Stattdessen solle umgehend die Polizei kontaktiert werden, da Züge oft fast geräuschlos herannahen und eine erhebliche Gefahr darstellen.
Für Notfälle ist die Bundespolizei Konstanz über die Zentrale unter +49 7531 1288 -0 oder per E-Mail unter [email protected] bzw. [email protected] erreichbar. Als Pressestelle steht Bettina Stahl für weitere Anfragen zur Verfügung. Zwar kommen Wildunfälle mit Zügen vor allem in ländlichen und Feuchtgebieten wie in Norddeutschland häufiger vor, doch gibt es keine offiziellen Statistiken zu Gänsetoten durch Zugkollisionen in den vergangenen fünf Jahren.
Die Suche nach den vermissten Gänseküken dauert an, bisher konnte jedoch nur eines gerettet werden. Die Behörden weisen darauf hin, wie wichtig es ist, solche Vorfälle zu melden, statt selbst einzugreifen. Der Fall zeigt einmal mehr die Gefahren auf, denen Wildtiere in der Nähe aktiver Bahnstrecken ausgesetzt sind.






