Welle von Fahrzeugdelikten und Betrug erschüttert Rems-Murr-Kreis
Mehrere Fahrzeugdelikte und Vandalismusfälle im Rems-Murr-Kreis – 60-Jähriger fällt auf Online-Anlagebetrug herein
Im Rems-Murr-Kreis häufen sich derzeit Fahrzeugdelikte und Sachbeschädigungen. Gleichzeitig wurde ein 60-jähriger Mann Opfer eines Online-Investitionsbetrugs und verlor dabei eine beträchtliche Geldsumme. Die Polizei ermittelt in allen Fällen separat.
Beim Finanzbetrug lockte ein 60-Jähriger auf eine gefälschte Online-Werbeanzeige, die ungewöhnlich hohe Renditen bei minimalem Einsatz versprach. Der Mann überwies daraufhin einen fünfstelligen Betrag. Die Betrüger täuschten ihn mit gefälschten Anlageunterlagen, bevor sie mit dem Geld verschwanden.
In einem weiteren Vorfall auf der B29 führte ein weißer Geländewagen oder SUV gefährliche Fahrmanöver aus und verließ anschließend die Unfallstelle, ohne anzuhalten oder den Zusammenstoß zu melden.
Auch Sachbeschädigungen an Fahrzeugen wurden an mehreren Orten gemeldet: In Remshalden-Grunbach wurde ein geparkter Ford zerkratzt, wobei ein Schaden von etwa 2.000 Euro entstand. In Fellbach erlitt ein geparkter Mercedes ähnliche Schäden durch einen unbekannten Fahrer, ebenfalls in Höhe von rund 2.000 Euro. In Korb wurde ein Toyota beim Rückwärtsfahren eines anderen Autos beschädigt – hier beläuft sich der Schaden auf etwa 1.500 Euro.
Zu den Vandalismusfällen zählt ein BMW in Waiblingen-Neustadt, der mit blauer Farbe besprüht wurde. In Rudersberg-Schlechtbach entdeckte ein Autohalter ein in die Karosserie geritztes Hakenkreuz.
Zudem kam es in Fellbach zu einem Diebstahl: Unbekannte brachen in einen Bauanhänger ein und stahlen eine Kreissäge sowie einen Winkelschleifer – der Schaden beträgt rund 3.000 Euro.
Die Behörden werten derzeit Videoaufzeichnungen aus und sammeln Zeugenaussagen. Der Geschädigte im Betrugsfall hat Anzeige erstattet; ähnliche Fälle gab es in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr jedoch nicht. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung zu den Vorfällen.