14 March 2026, 08:20

Baden-Württembergs Wahlreform schafft Rekordparlament mit mehr Frauen und 157 Abgeordneten

Ein detaillierter Grundrissplan des ehemaligen Bürogebäudes des deutschen Bundeskanzlers, der den Aufbau des Gebäudes mit verschiedenen Räumen und Textanmerkungen zeigt.

Warum der Landtag so groß wie nie zuvor ist - Baden-Württembergs Wahlreform schafft Rekordparlament mit mehr Frauen und 157 Abgeordneten

Baden-Württembergs jüngste Wahlreform hat den Landtag neu geformt – und das größte Parlament der Landesgeschichte geschaffen. Die vor der Wahl 2021 beschlossenen Änderungen sollten die Repräsentation von Frauen stärken, lösten aber auch Debatten über die Größe und die Kosten der Regierung aus.

Die Reform führte ein Zweistimmensystem ein, das zu Überhang- und Ausgleichsmandaten führte. Dadurch umfasst das neue Parlament nun 157 Abgeordnete – deutlich mehr als die üblichen 140. Kritiker, darunter die FDP, warnten vor einem "Mega-Parlament" mit bis zu 200 Mandatsträgern, doch ein Bürgerbegehren gegen die Reform scheiterte.

Die CDU erhielt 14 Überhangmandate, die Grünen 13 zusätzliche Sitze. Die AfD sicherte sich 8 Extra-Mandate, die SPD erhielt 2 Ausgleichsmandate. Trotz Bedenken wegen eines aufgeblähten Parlaments erreichte die Reform eines ihrer Hauptziele: die Erhöhung des Frauenanteils. In der aktuellen Legislaturperiode sind 45,6 % der Abgeordneten Frauen – 64 von 140 –, was Baden-Württemberg über den Bundesdurchschnitt hebt.

Das erweiterte Parlament trat im März 2024 seine Amtszeit an und markiert damit einen deutlichen Wandel in der politischen Struktur des Landes.

Die Reform hat nicht nur eine Rekordzahl an Abgeordneten gebracht, sondern auch mehr Frauen in den Landtag. Mit 157 Mitgliedern wird die neue Volksvertretung zwar vielfältiger, aber auch teurer. Die langfristigen Auswirkungen dieser Veränderungen werden sich in den kommenden Jahren zeigen.