Weleda revolutioniert Logistik mit klimaneutralem Cradle Campus in Schwäbisch Gmünd
Hans-Herbert ReinhardtWeleda revolutioniert Logistik mit klimaneutralem Cradle Campus in Schwäbisch Gmünd
Weleda eröffnet klimaneutrales Logistikzentrum in Schwäbisch Gmünd
Der Naturkosmetik-Hersteller Weleda hat in Schwäbisch Gmünd ein neues, komplett emissionsfreies Logistikzentrum in Betrieb genommen. Die 82 Millionen Euro teure Anlage mit dem Namen Cradle Campus markiert einen wichtigen Meilenstein in der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. CEO Tina Müller bezeichnete das Projekt als zentrales Element von Weledas Konzept für verantwortungsvolles Wachstum und regenerative Geschäftsmodelle.
Auf dem 72.000 Quadratmeter großen Gelände wurden sechs bisherige Logistikstandorte des Unternehmens gebündelt. Das Zentrum bearbeitet nun bis zu 10.000 Bestellungen pro Tag und beliefert 47 Länder – effizienter als je zuvor. Moderne digitale Logistiklösungen und ein vollautomatisiertes Hochregallager steigern die Kapazitäten: Bis zu 17.200 Paletten können hier gelagert werden, mehr als an jedem anderen Standort des Unternehmens.
Das Logistikzentrum dient zudem als globaler Verteilerknoten für Produkte aus der Weleda-Fabrik in Großbritannien. Die Warenströme verlaufen in beide Richtungen: Artikel aus anderen Standorten werden hier gebündelt und von Schwäbisch Gmünd aus weltweit verschickt. Nachhaltigkeit stand auch beim Design im Vordergrund: 10.000 Photovoltaikmodule erzeugen Solarstrom, ergänzt durch Geothermie.
Der Campus wurde größtenteils aus regionalem Holz und Lehm gebaut – geplant von der Michelgroup. Sämtliche Abläufe laufen vollständig ohne CO₂-Emissionen, was Weledas Engagement für ökologische Verantwortung unterstreicht.
Der Cradle Campus stärkt nicht nur das Logistiknetz des Unternehmens, sondern reduziert gleichzeitig dessen CO₂-Bilanz. Durch die Kombination von Automatisierung, erneuerbaren Energien und umweltfreundlichen Baumaterialien unterstützt das Zentrum die langfristigen Nachhaltigkeitsziele von Weleda. Die Anlage ist nun voll funktionsfähig und dient als Vorbild für emissionsfreie Industriearchitektur.






