Wasserstoffmotoren für Bagger und Traktoren: Projekt "PoWer" startet mit Millionenförderung
Sepp KraushaarWasserstoffmotoren für Bagger und Traktoren: Projekt "PoWer" startet mit Millionenförderung
Forschungsprojekt "PoWer": Wasserstoffmotoren für Baumaschinen und Landtechnik
Ein neues Forschungsvorhaben mit dem Namen "PoWer" erforscht wasserstoffbetriebene Motoren für Baumaschinen und landwirtschaftliche Geräte. Unter der Leitung von MAHLE vereint die Initiative Branchenführer und akademische Partner, darunter drei Institute des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Die deutsche Bundesregierung fördert das Projekt mit knapp fünf Millionen Euro über einen Zeitraum von drei Jahren.
Zum "PoWer"-Konsortium gehören namhafte Unternehmen wie DEUTZ AG, Liebherr, Claas sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ihr Ziel ist die Entwicklung sicherer und effizienter Wasserstoffmotoren für den Schwerlastbereich. Wasserstoffantriebe bieten in diesem Sektor Vorteile wie hohe Effizienz, Langlebigkeit und geringere Rohemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen.
Die Forscher des KIT widmen sich verschiedenen Aspekten des Projekts: Dr. Uwe Wagner vom Institut für Kolbenmaschinen (IFKM) untersucht, wie sich der Wasserstoffeinsatz in Baumaschinen- und Agrarmotoren optimieren lässt. Parallel dazu analysiert Dr. Stefan Guth vom Institut für Angewandte Materialien – Materialwissenschaft (IAM-WK), wie sich Wasserstoff langfristig auf die Werkstoffe der Motoren auswirkt. Im Fokus steht dabei die Gewährleistung der Betriebssicherheit über viele Jahre.
Ein weiterer zentraler Bereich sind die Abgassysteme: Dr. Patrick Lott vom Institut für Technische Chemie und Polymerchemie (ITCP) des KIT forscht an Katalysatoren, um Emissionen aus der Wasserstoffverbrennung zu reduzieren. Zudem werden Materialien und Komponenten unter realen Bedingungen getestet, um den Industriepartnern fundierte Empfehlungen für sichere und leistungsfähige Wasserstoffmotoren zu liefern.
Die Erkenntnisse aus "PoWer" sollen Herstellern helfen, Wasserstoffantriebe in schwere Maschinen zu integrieren. Mit staatlicher Förderung und einer starken Allianz aus Wirtschaft und Wissenschaft strebt das Projekt bis 2026 praxistaugliche Lösungen an. Die Ergebnisse könnten den Wandel hin zu saubereren und nachhaltigeren Antrieben in der Bau- und Landwirtschaft beschleunigen.






