Warum der 11. April in Deutschland zum Tag der Unsichtbarkeit wird
Hans-Herbert ReinhardtWarum der 11. April in Deutschland zum Tag der Unsichtbarkeit wird
11. April ist "Tag der Unsichtbarkeit" in Deutschland – ein inoffizieller Feiertag, der sich dem Konzept des Unsichtbaren widmet. Die skurrile Idee stammt vom Cartoonisten und Blogger Bastian Melnyk, dessen Website fonflatter.de seit ihrem Start über 200 ähnliche thematische Aktionstage eingeführt hat.
Der Tag der Unsichtbarkeit wurde 2009 erstmals im Rahmen von Melnyks "Fred-Kalender" vorgestellt, einer Sammlung verspielter, inoffizieller Feiertage. Anders als andere Gedenktage am selben Datum – etwa der Freesien-Tag oder der Welthaustier-Tag – dreht sich dieser ausschließlich um das Thema Unsichtbarkeit, sei es wörtlich oder im übertragenen Sinne.
Das Motiv fasziniert seit langem Schriftsteller und Filmemacher und taucht in Werken wie H.G. Wells' *"Der unsichtbare Mann" oder J.R.R. Tolkiens *"Herr der Ringe" auf. Fans begehen den Tag oft, indem sie Bücher, Filme oder Serien revisitieren, die sich mit dem Phänomen beschäftigen. Doch Unsichtbarkeit ist nicht nur Fiktion: Sie bezieht sich auch auf reale Phänomene – von Objekten außerhalb des menschlichen Sichtspektrums bis hin zu abstrakten Ideen, die unseren Alltag prägen.
Melnyk, bekannt für seinen kreativen Umgang mit Kalenderdaten, regt dazu an, über das nachzudenken, was uns verborgen bleibt – in Wissenschaft, Kunst oder im täglichen Leben. Der Tag der Unsichtbarkeit bietet eine heitere Möglichkeit, ein Thema zu erkunden, das Literatur, Naturwissenschaft und Philosophie verbindet. Zwar ist er kein offizieller Feiertag, doch gewinnt er durch Melnyks wachsende Sammlung thematischer Aktionstage Jahr für Jahr an Aufmerksamkeit. Die Beliebtheit des Tages zeigt, wie selbst abstrakte Ideen Neugier und Diskussion anregen können.






