17 April 2026, 20:19

Uli Hoeneß greift vegane Ernährung an – trotz eigener Herzprobleme

Zeitung mit Text und einer Illustration, die "Samuel Hack, Schweinefleischmann und Wurstmacher, Feine Bewdley Würste" zeigt.

Uli Hoeneß greift vegane Ernährung an – trotz eigener Herzprobleme

Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit einer scharfen Kritik an veganer Ernährung für Aufsehen gesorgt. In einem Podcast des bayerischen Radiosenders Antenne Bayern behauptete er, dass pflanzliche Ernährung langfristig zu gesundheitlichen Problemen führe – obwohl er selbst eine Vorgeschichte mit Herzproblemen und Bluthochdruck hat.

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Hoeneß äußerte sich in der Sendung abfällig über Veganismus und bezeichnete ihn als schädlich. Zudem gab er offen zu, mit Veganern nur schwer zurechtzukommen, da er deren Haltung als übertrieben militant empfindet. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu Studien, die den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringen.

Der 72-Jährige ist mit seiner Familienfirma HoWe Wurstwaren, die traditionelle Fleischwaren herstellt, eng mit der Fleischindustrie verbunden. Seine Kinder führen das Unternehmen heute: Tochter Sabine ist persönlich haftende Gesellschafterin, Sohn Florian verfügt über die alleinige Prokura. Diese Verbindung zur Fleischbranche unterstreicht die Brisanz seiner Aussagen.

Als Reaktion lud die Tierrechtsorganisation PETA Hoeneß ein, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund eines wachsenden Marktes für pflanzliche Alternativen – ein Trend, der sich etwa am Beispiel der Rügenwalder Mühle zeigt, die bereits 2014 vegane Wurstwaren in ihr Sortiment aufnahm.

Hoeneß' Äußerungen spiegeln die anhaltende Debatte um Ernährung und Gesundheit wider. Während seine Familie von der Fleischproduktion profitiert, steigt gleichzeitig die Nachfrage nach pflanzlichen Lebensmitteln. PETAs Einladung deutet darauf hin, dass die Diskussion über seinen Podcast-Auftritt hinaus weitergehen wird.

Quelle