24 March 2026, 04:20

"Stuttgart 21" startet 2026 – doch der Vollbetrieb lässt auf sich warten

Ein Bahnsteig mit einem "S-Bahn Stuttgart"-Schild und Logo an der Wand, Deckenleuchten und ein paar Gegenstände auf der linken Seite des Bahnsteigs.

"Stuttgart 21" startet 2026 – doch der Vollbetrieb lässt auf sich warten

Stuttgarts lange erwartetes Bahnprojekt "Stuttgart 21" nähert sich nach Jahren der Verzögerungen endlich der Fertigstellung. Das 2010 gestartete Vorhaben umfasst einen neuen unterirdischen Hauptbahnhof, umgestaltete Gleise, Tunnel und Brücken. Wie die Verantwortlichen nun bestätigen, werden ab Dezember 2026 erste Züge Teile des neuen Systems nutzen – allerdings nicht auf einen Schlag.

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Der neue Tiefbahnhof wird wie geplant 2026 mit allen acht Gleisen in Betrieb gehen. Zunächst werden jedoch nur Fern- und einige Regionalverbindungen in den neuen Knotenpunkt verlegt. Die übrigen Regionalzüge bleiben bis Mitte 2027 im alten Kopfbahnhof. Diese schrittweise Umstellung soll Störungen minimieren, während die neue Infrastruktur an die bestehenden Strecken angebunden wird.

So verkehrt etwa die Gäubahn bis März 2027 weiterhin direkt zum alten Hauptbahnhof. Selbst danach bleiben einige oberirdische Gleise für Regionalverbindungen bis 2031 in Betrieb. Dadurch verzögert sich die vollständige Integration der Gäubahn in das unterirdische System, was vorläufig Umleitungen und weniger Anschlüsse zur Folge hat.

Ursprünglich sollte das Projekt bereits 2019 abgeschlossen sein, doch Klagen, geänderte Anforderungen und komplexe Genehmigungsverfahren führten zu wiederholten Rückschlägen. Um großflächige Sperrungen und Belastungen für Fahrgäste zu vermeiden, empfahl eine Taskforce den gestaffelten Start. Zudem umfasst "Stuttgart 21" digitale Aufrüstungen: Stuttgart wird damit der erste deutsche Bahnknoten, der vollständig auf das digitale Zugsicherungssystem ETCS setzt.

Die ersten Züge werden im Dezember 2026 durch den neuen Tiefbahnhof rollen, doch der Volbetrieb dauert länger. Einige Regionalverbindungen bleiben weitere sechs Monate im alten Bahnhof, während Teile des oberirdischen Netzes bis 2031 aktiv bleiben. Die schrittweise Inbetriebnahme soll die Übergangsphase für Fahrgäste so reibungslos wie möglich gestalten.

Quelle