Streikwelle in Sachsen-Anhalt: NGG kämpft gegen Lohnungerechtigkeit bei Schwarz-Gruppe
Sepp KraushaarStreikwelle in Sachsen-Anhalt: NGG kämpft gegen Lohnungerechtigkeit bei Schwarz-Gruppe
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat in Sachsen-Anhalt eine Reihe von Streiks gestartet. Arbeitnehmer an mehreren Standorten fordern höhere Löhne und kritisieren, dass die Bezahlung deutlich unter dem Niveau anderer Regionen liege. Die Aktionen begannen heute unter dem Motto "Reißt die Lohnmauer ein!".
Betroffen ist unter anderem das Unternehmen Bonback im Star Park Halle Queis, wo die Belegschaft für zwei Tage die Arbeit niederlegte. Der Standort war ursprünglich als ARTIback bekannt, bevor er vor zwei Jahren von der Schwarz Gruppe übernommen wurde. Laut NGG verdienen einige Beschäftigte dort nur rund 900 Euro im Monat.
Weitere Streiks sind bei MEG, einem Getränkehersteller der Schwarz Gruppe in Weißenfels, geplant. Der dreitägige Ausstand zielt auf dieselben Lohnforderungen ab. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen vor, eine "Billiglohn-Belegschaft im Osten" aufrechtzuerhalten, während die Gehälter an anderen Standorten deutlich höher lägen.
Die Schwarz Gruppe, zu der auch Kaufland und Lidl gehören, hat auf die Forderungen der NGG bisher nicht reagiert. Die Gewerkschaft besteht darauf, dass die Lohnunterschiede ausgeglichen werden müssen, um faire Bedingungen in allen Bereichen zu schaffen.
Die Streiks unterstreichen die anhaltenden Lohnungleichheiten zwischen Sachsen-Anhalt und anderen Regionen. Die Beschäftigten drängen auf sofortige Änderungen. Die NGG warnt vor weiteren Arbeitsniederlegungen, falls die Verhandlungen scheitern. Das Ergebnis könnte sich auf die Gehaltsstrukturen in allen Betrieben der Schwarz Gruppe auswirken.






