19 March 2026, 20:20

Sportminister fordern Aktionsplan für mehr Bewegung bei Kindern und Gleichberechtigung im Spitzensport

Ein Buchumschlag mit dem Titel "Sport in Europa", der farbenfrohe olympische Motive, Symbole und Texte zeigt.

Sportminister fordern Aktionsplan für mehr Bewegung bei Kindern und Gleichberechtigung im Spitzensport

Die 53. Sportministerkonferenz (SMK) fand diese Woche auf Norderney statt, geleitet von Theresa Schopper, der Sportministerin Baden-Württembergs. Im Mittelpunkt standen die Förderung von Bewegung bei Kindern, die Sicherung der Finanzierung im Spitzensport sowie die Zukunft der Nordischen Kombination bei den Olympischen Spielen.

Ein zentrales Thema war die Forderung nach einem Nationalen Aktionsplan für Jugendsport. Mehrere Minister betonten die Dringlichkeit von Maßnahmen, um Kinder zu mehr körperlicher Aktivität zu motivieren.

Theresa Schopper eröffnete die Konferenz mit dem Appell, eine kulturelle Wende hin zu mehr Bewegung bei Kindern einzuleiten. Sie forderte die Entwicklung eines Nationalen Aktionsplans für Kinder- und Jugendsport – ein Vorhaben, das auch Andy Grote, Hamburger Senator für Sport, unterstützte. Grote warnte, dass die Bewegungsarmut junger Menschen sofortiges Handeln erfordere.

Dr. Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport beim Bund, kündigte zwei zentrale Initiativen an: die Einrichtung eines Zentrums für sicheren Sport sowie die Einführung eines Sportfördergesetzes. Beide Maßnahmen zielen darauf ab, den Spitzensport zu stärken und körperliche Aktivität zu fördern. Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister für Sport, unterstrich dies und forderte, das Sportfördergesetz noch vor der Sommerpause zu verabschieden. Zudem sprach er sich für eine unabhängige Hochleistungsagentur im Freistaat Sachsen aus.

Die Zukunft der Nordischen Kombination entwickelte sich zu einem drängenden Problem. Die internationale Position der Sportart hat sich in den letzten fünf Jahren verschlechtert, nicht zuletzt wegen der rein männlichen Wettbewerbe bei den Olympischen Spielen 2022 und 2026. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verlangt die Aufnahme von Frauenwettbewerben bis 2030, um die Disziplin im olympischen Programm zu halten. Anders als etwa im Skilanglauf gibt es in der Nordischen Kombination bisher keine Wettbewerbe für Frauen, was ihre olympische Zukunft gefährdet. Schuster betonte, dass Frauenwettkämpfe bereits bei den Winterspielen 2026 eingeführt werden müssten, um den Fortbestand der Sportart zu sichern.

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Daniela Behrens, Niedersächsische Sportministerin, schloss die Konferenz mit einem Dank an alle Teilnehmer für ihre Beiträge. Sie verwies auf die bevorstehende Präsidentschaft Niedersachsens in der SMK 2027 und 2028 und kündigte an, dass diese Themen auch in den kommenden Jahren im Fokus bleiben würden.

Die Konferenz endete mit klaren Forderungen: ein Nationaler Aktionsplan für Jugendsport, eine zügige Umsetzung des Sportfördergesetzes sowie dringende Reformen in der Nordischen Kombination. Die Minister einigten sich darauf, dass sofortige Schritte nötig sind, um die Bewegung von Kindern zu steigern und die Gleichberechtigung in olympischen Sportarten zu gewährleisten.

Die nächsten SMK-Treffen unter Niedersachsens Führung werden diese Prioritäten voraussichtlich wieder aufgreifen, da die Fristen für Fördermittel und die olympische Aufnahme näher rücken.

Quelle