26 April 2026, 06:21

SPD fordert Pharmakonzerne zu mehr Verantwortung bei der Gesundheitsreform auf

Plakat mit der Aufschrift "$160 Milliarden die Einsparungen, die Steuerzahler durch niedrigere Arzneimittelpreise durch Medicare erzielen" mit einem Logo.

SPD fordert Pharmakonzerne zu mehr Verantwortung bei der Gesundheitsreform auf

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat die Pharmakonzerne aufgefordert, im Rahmen der Gesundheitsreform in Deutschland mehr Verantwortung zu übernehmen. Er warnte, der aktuelle Entwurf belaste diejenigen übermäßig, die bereits hohe Krankenkassenbeiträge zahlen. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit steigender Medikamentenkosten und anhaltender Debatten über Kürzungspläne.

Klüssendorf betonte, dass Deutschland pro Kopf mehr für Arzneimittel ausgebe als jedes andere europäische Land. Die Preispolitik bei Medikamenten sei ein zentraler Ansatzpunkt für Einsparungen, doch der Reformentwurf enthalte kaum wirksame Maßnahmen zur Kostenkontrolle.

Statt Beitragserhöhungen oder Zuzahlungen für Versicherte zu fordern, pochte Klüssendorf darauf, dass die Hersteller ihren fairen Anteil leisten müssten. Höhere Abgaben würden diejenigen unverhältnismäßig belasten, die das System bereits tragen. Kritisch äußerte er sich auch zu geplanten Kürzungen beim Krankengeld und anderen Leistungen, die er als unangemessen bezeichnete.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zeigte sich zwar bereit, die Sparpläne anzupassen, machte jedoch deutlich, dass die ursprünglichen Einsparziele dennoch erreicht werden müssten. Klüssendorfs Forderung nach strengeren Preisobergrenzen für Arzneimittel bleibt eine zentrale Position in der laufenden Diskussion.

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Die Zukunft der Reform hängt nun davon ab, Kostensenkungen mit sozialer Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. Während Klüssendorf auf Medikamentenpreise und Herstellerbeiträge setzt, hält Warkens Bereitschaft zu Nachbesserungen die Debatte in Gang – allerdings innerhalb enger finanzieller Spielräume.

Quelle