Spätaussiedler aus Kasachstan: Nur noch 1.079 kamen 2025 nach Deutschland
Vladimir DöhnSpätaussiedler aus Kasachstan: Nur noch 1.079 kamen 2025 nach Deutschland
Die Zahl der spätaussiedelnden Kasachen, die nach Deutschland kommen, ist in den letzten 15 Jahren stark zurückgegangen. 2025 wurden im Grenzdurchgangslager Friedland, der zentralen Aufnahmeeinrichtung für diese Gruppe, nur noch 1.079 Menschen aus Kasachstan registriert. Dies stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber den Zehntausenden dar, die in den 1990er-Jahren und Anfang der 2000er jährlich einwanderten.
Friedland in Niedersachsen bleibt die einzige zentrale Anlaufstelle für die Registrierung von Spätaussiedlern in Deutschland. Neben der Bearbeitung der Neuankömmlinge koordiniert die Einrichtung auch Integrationsprogramme, darunter Sprach- und Orientierungskurse.
2025 wurden im Lager insgesamt 4.238 Personen erfasst. Neben den 1.079 aus Kasachstan kamen 2.562 aus Russland, 381 aus der Ukraine und 80 aus Kirgisistan. Im selben Jahr prüften die Behörden 6.209 Anträge auf Anerkennung als Spätaussiedler, doch nur 3.700 wurden bewilligt.
Der Rückgang der kasachischen Spätaussiedler ist dramatisch. Anfang der 2000er-Jahre lagen die jährlichen Registrierungen noch bei über 38.000. Bis 2010 war die Zahl bereits auf 508 gesunken. Seitdem hat sie sich bei einigen Tausend pro Jahr stabilisiert.
Die aktuellen Zahlen bestätigen den langfristigen Abwärtstrend bei den kasachischen Spätaussiedlern. Friedland bearbeitet zwar von Jahr zu Jahr weniger Fälle, bleibt aber die zentrale Einrichtung für die Aufnahme und Integration dieser Gruppe. 2025 führte nur etwas mehr als ein Drittel aller Anträge zu einer positiven Entscheidung.






