06 May 2026, 12:23

Spahn bleibt Fraktionschef – doch die CDU/CSU zeigt tiefe Risse

Karte von Deutschland mit Bundesländern in rot und blau markiert, um die Ergebnisse der Wahl 2016 anzuzeigen, begleitet von Text, der Details zu den Kandidaten und dem Wahldatum enthält.

Spahn bleibt Fraktionschef – doch die CDU/CSU zeigt tiefe Risse

Jens Spahn hat sich eine weitere Amtszeit als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gesichert. Die Abstimmung offenbart jedoch wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Partei. Nur 86,5 Prozent der Abgeordneten unterstützten ihn – deutlich weniger als bei seiner vorherigen Wahl.

Die Wahl fand vor dem Hintergrund zunehmender Frustration in der Unionspartei statt. Von 196 abgegebenen Stimmen entfielen 167 auf Spahn, während 26 gegen ihn votierten und drei sich enthielten. Dies stellt einen deutlichen Rückgang im Vergleich zu seiner ersten Wahl dar, als er mit 91,3 Prozent Zustimmung gewählt worden war.

Spahns Führung steht seit Langem in der Kritik. Als Gesundheitsminister wurde ihm vorgeworfen, durch leichtsinnige Maskenbeschaffungen die Steuerzahler fast sechs Milliarden Euro gekostet zu haben. Seine Amtszeit war zudem von gescheiterten Richterernennungen und einem missglückten Kanzlerkandidatur-Vorstoß geprägt.

Das Ergebnis deutet auf tiefere Verwerfungen innerhalb der Partei hin. Fast jeder fünfte Abgeordnete verweigerte ihm die Unterstützung, obwohl es keinen Gegenkandidaten gab. Die CDU/CSU liegt in Umfragen mittlerweile hinter der rechtspopulistischen AfD – ein weiterer Faktor, der die inneren Spannungen verschärft.

Beobachter werten das Ergebnis als mögliche Herausforderung für Bundeskanzler Friedrich Merz, der zugleich CDU-Vorsitzender ist. Die geschwächte Unterstützung für Spahn könnte auf eine breitere Instabilität an der Parteispitze hindeuten.

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Spahns Wiederwahl bestätigt zwar seine Position, legt aber gleichzeitig die Spaltungen in der Union offen. Mit nur 80 Prozent der vollen 208 Mitglieder, die hinter ihm stehen, zeigt die Abstimmung interne Brüche auf. Die Partei steht nun unter Druck, ihren sinkenden Umfragewerten und inneren Konflikten entgegenzuwirken.

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