Porsches vergessener LMP2000 kehrt nach 25 Jahren auf die Rennstrecke zurück
Hiltrud JockelPorsches vergessener LMP2000 kehrt nach 25 Jahren auf die Rennstrecke zurück
Porsche hat kürzlich ein fast vergessenes Stück seiner Rennsportgeschichte wiederbelebt, indem es den LMP2000-Prototypen zurück auf die Strecke brachte. Das einzigartige Rennfahrzeug, das vor 25 Jahren gebaut wurde, ging nie an den Start, trug aber einen leistungsstarken V10-Motor mit einer ungewöhnlichen Vergangenheit. Ursprünglich für die Formel 1 entwickelt, fand der Motor später seinen Weg in den legendären Straßenwagen Carrera GT.
Der LMP2000 wurde als Porsches nächster Herausforderer für Le Mans konzipiert, als Nachfolger des 911 GT1 und des LMP1-98. Die Ingenieure statteten ihn mit einem V10-Motor aus, der auf ein früheres 3,5-Liter-Formel-1-Projekt zurückging. Dieses Design war jedoch in der Schublade verschwunden, als Porsche 1991 aus der Formel 1 ausstieg – der Motor blieb jahrelang ungenutzt.
Bevor der LMP2000 überhaupt an den Start gehen konnte, strich Porsche das gesamte Projekt. Die Entscheidung fiel, als sich der Konzern auf die Entwicklung seines ersten Geländewagens, des Cayenne, konzentrierte. Nur ein einziges Exemplar des Fahrzeugs wurde jemals fertiggestellt – und es drehte nie ein Rad im Wettkampf.
Doch der V10-Motor überlebte. Mehr als ein Jahrzehnt später passte Porsche ihn für den Carrera GT an und verwandelte so ein gescheitertes Rennsportprojekt in eine Straßenlegende. Zum 25. Jubiläum des LMP2000 brachte Porsche den Prototypen zurück auf die Teststrecke in Weissach. Alan McNish, einer der ursprünglichen Testfahrer, wurde eingeladen, das Fahrzeug noch einmal zu steuern.
Der LMP2000 bleibt eine seltene Fußnote in Porsches Rennsportgeschichte – ein Auto, das gebaut, aber nie eingesetzt wurde. Sein V10-Motor jedoch entwickelte sich zu einem der gefeiertsten Antriebe im Carrera GT. Die Jubiläumsfahrt in Weissach verschaffte dem Prototypen nach Jahrzehnten der Vergessenheit noch einmal einen kurzen Moment im Rampenlicht.






