25 March 2026, 22:25

Polizei warnt vor Anlagebetrug: Opfer verlieren Hunderttausende in Friedrichshafen

Schwarz-weiß-Zeichnung einer Gebirgslandschaft mit der Beschriftung "The Lake District", die Bäume, Gebäude, Hügel und Himmel zeigt.

Polizei warnt vor Anlagebetrug: Opfer verlieren Hunderttausende in Friedrichshafen

Polizei Friedrichshafen ermittelt in zwei Betrugsfällen mit hohen finanziellen Verlusten

In Friedrichshafen laufen derzeit Untersuchungen zu zwei getrennten Betrugsdelikten, bei denen Opfer hohe Geldsummen verloren haben. In einem Fall wird einem Paketzusteller vorgeworfen, den Inhalt einer Sendung entwendet zu haben. Gleichzeitig häufen sich Anlagebetrugsfälle im Raum Ravensburg, bei denen Geschädigte um mehrere hunderttausend Euro gebracht wurden.

Ein 57-jähriger Einwohner verlor rund 160.000 Euro, nachdem Betrüger ihn über soziale Medien kontaktiert hatten. Die Täter gaben sich als Broker aus, schlugen zunächst eine kleine Investition vor und zahlten sogar gefälschte Gewinne aus, um Vertrauen aufzubauen. Schließlich überwies das Opfer große Beträge auf ausländische Konten.

In einem weiteren Fall fiel ein älterer Mann aus dem Raum Überlingen auf einen sogenannten "Love-Scam" herein. Über einen längeren Zeitraum überwies er einen Betrag im unteren sechsstelligen Bereich an eine Person, die er für eine Online-Liebesbeziehung hielt. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang zwischen diesem Fall und einem Paket, das derzeit untersucht wird.

Das Polizeipräsidium Ravensburg verzeichnet einen deutlichen Anstieg von Anlagebetrug, insbesondere im Zusammenhang mit Kryptowährungen und Auslandsüberweisungen. Die Behörden warnen vor Angeboten, die ungewöhnlich hohe Renditen versprechen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellt eine Unternehmensdatenbank bereit, mit der Anleger die Seriosität von Handelsplattformen prüfen können, bevor sie Geld investieren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Unabhängig von den Betrugsfällen sorgte ein 29-Jähriger in einem örtlichen Geschäft für einen Zwischenfall, indem er Waren umwarf und sich gegen seine Festnahme wehrte. Spätere Tests ergaben einen Blutalkoholwert von über 2,0 Promille.

Die Ermittlungen dauern an, während die Polizei die Bevölkerung zur Wachsamkeit gegenüber Finanzbetrug auffordert. Allein in einem Fall wurden 1,2 Millionen Euro auf ausländische Konten überwiesen. Die Behörden raten zur Vorsicht bei unerbetenen Anlageangeboten oder Online-Beziehungen, in denen Geld gefordert wird.

Quelle