PETA wirft Zoo Wuppertal grausame Elefanten-Dressur mit Bullenhaken vor
Hans-Herbert ReinhardtPETA wirft Zoo Wuppertal grausame Elefanten-Dressur mit Bullenhaken vor
Die Tierrechtsorganisation PETA wirft dem Zoo Wuppertal vor, seine afrikanischen Elefanten misszuhandeln. Neu veröffentlichtes Videomaterial aus dem Jahr 2018 zeigt, wie Pfleger sogenannte Bullenhaken einsetzen, um die Tiere zu unnatürlichem Verhalten zu zwingen. Die Organisation fordert nun umgehende Änderungen im Umgang des Zoos mit den Elefanten.
Die Aufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden, zeigen, wie Zoowärter im Wuppertaler Zoo scharfe Bullenhaken nutzen, um die Elefanten während Fotosessions und Vorführungen zu kontrollieren. Selbst der junge Elefant Tuffi wurde mit diesem Werkzeug bearbeitet, das PETA als grausame Trainingsmethode bezeichnet. Zudem steht der Zoo in der Kritik, Elefantenritte und Fotoangebote für Besucher anzubieten – eine Praxis, die trotz rückläufiger Besucherzahlen zusätzliche Einnahmen generiert.
Die Biologin von PETA, Dr. Yvonne Würz, verurteilte diese Methoden als veraltet und schädlich. Die Organisation hat wiederholt den Zoo sowie Stadtvertreter – darunter Oberbürgermeister Andreas Mucke – aufgefordert, auf "Protected Contact" umzustellen, ein sichereres System, das in US-Zoos seit 2014 verpflichtend ist. Dabei sind Pfleger und Tiere durch Barrieren voneinander getrennt, was die Risiken für beide Seiten verringert.
Trotz mehrfacher Beschwerden behauptet PETA, weder von der Stadt noch von der Zooleitung eine Reaktion erhalten zu haben. Die Organisation betont, dass die Missstände nicht auf Wuppertal beschränkt seien, sondern auch in anderen deutschen Zoos ähnliche Probleme bestünden. Im Rahmen ihrer Kampagne setzt sich PETA für ein vollständiges Verbot der Zucht und des Imports von Elefanten in Gefangenschaft ein, mit dem Ziel, ihre Haltung in Zoos langfristig abzuschaffen.
Während der Zoo Wuppertal weiterhin mit elefantenbezogenen Attraktionen Profit erwirtschaftet, sieht er sich mit Vorwürfen der Tierquälerei konfrontiert. PETA fordert ein Ende des Bullenhakeneinsatzes, die Umstellung auf Protected Contact sowie einen langfristigen Plan zur Beendigung der Elefantenhaltung. Ohne Eingreifen der Stadtbehörden, warnt die Organisation, blieben die Tiere weiterhin der Gefahr von Schaden ausgesetzt.






