15 April 2026, 12:23

ÖPNV-Streit in Solingen-Ohligs: DDR-Vergleiche und überraschende Haltestellen-Pläne

Eine belebte Stadtstraße mit Autos, Bussen, Motorrädern, einer Brücke mit Geländern und Pfeilern, Laternen, Strommasten mit Drähten, Gebäuden mit Fenstern, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

ÖPNV-Streit in Solingen-Ohligs: DDR-Vergleiche und überraschende Haltestellen-Pläne

Streit um ÖPNV in Solingen-Ohligs nimmt unerwartete Wendung

Die hitzige Debatte über den öffentlichen Nahverkehr im Solinger Stadtteil Ohligs hat eine überraschende Entwicklung genommen. Die Bürgervereinigung für Solingen (BfS) schlägt vor, den geplanten Halt Heiligenstock zu streichen und die Innenstadt stattdessen ausschließlich über den Aachener Platz anzubinden. Unterdessen sorgen jüngste Vergleiche eines örtlichen Bezirksbürgermeisters mit der ehemaligen DDR für Verwirrung.

Die BfS brachte ihren Plan ein, auf die Haltestelle Heiligenstock zu verzichten und stattdessen einen zentralen Knotenpunkt am Aachener Platz zu schaffen. Laut der Vereinigung könnte diese Lösung – kombiniert mit einem verbesserten Parkraummanagement – den Verlust von Parkplätzen deutlich verringern. Man argumentiert, die aktuelle Diskussionsrichtung gefährde das gemeinsame Ziel, die Verkehrsanbindung zu optimieren.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) – nicht zu verwechseln mit der Bürgervereinigung – äußerte unterdessen Frustration über den Ton der Debatte. Ein sachlicher Austausch sei zunehmend schwierig, besonders seit der Bezirksbürgermeister von Ohligs, Aufderhöhe und Merscheid Parallelen zu den Verhältnissen in der ehemaligen DDR gezogen habe. Die Äußerungen hätten die ohnehin kontroverse Thematik weiter verkompliziert.

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Trotz der Spannungen herrscht in einem Punkt Einigkeit: Die Anbindung des Ohligser Zentrums an den ÖPNV muss verbessert werden. Die BfS hofft, dass die Diskussion künftig versachlicht und lösungsorientiert geführt wird.

Ihr Vorschlag zielt darauf ab, den Verkehr zu straffen und Parkplatzverluste zu minimieren. Sollte der Plan umgesetzt werden, würden die Verkehrsströme am Aachener Platz gebündelt, statt einen neuen Halt in Heiligenstock einzurichten. Ob es gelingt, die jüngsten Konflikte zu überwinden und einen Kompromiss zu finden, wird die nächsten Schritte entscheiden.

Quelle