15 April 2026, 14:25

Neues Portal macht rechtsextreme Dokumente von 1945 bis 2000 öffentlich zugänglich

Offenes Buch mit handgeschriebenem Text auf altem Papier, mit Wasserzeichen, wahrscheinlich ein Dokument der Bundesrepublik Deutschland.

Neues Portal macht rechtsextreme Dokumente von 1945 bis 2000 öffentlich zugänglich

Neues Online-Portal bietet kostenlosen Zugang zu historischen Dokumenten über rechtsextreme Strömungen in Deutschland

Ein neues Online-Portal ist gestartet, das kostenlosen Zugang zu historischen Dokumenten über Rechtsextremismus in Deutschland bietet. Der Zeitrahmen des Projekts umfasst die Jahre 1945 bis 2000 und zielt darauf ab, Forschung, Bildung und das öffentliche Bewusstsein zu fördern. Zu den Materialien gehören Propagandatexte, gewaltverherrlichende Rhetorik sowie Schriften, die gezielt junge Menschen anwerben sollten.

Das unter radikale-rechte.de abrufbare Portal entstand unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Bösch und Prof. Dr. Gideon Botsch. Bösch steht dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) vor, während Botsch am Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam (MMZ) tätig ist. Gemeinsam koordinieren sie ein Team von über 30 Expert:innen, die die Dokumente annotiert und in ihren historischen Kontext eingeordnet haben.

Die Sammlung zeigt, wie sich rechtsextreme Strategien im Laufe der Zeit gewandelt haben. Nutzer:innen können Propagandamaterialien, Aufrufe zu Gewalt und gezielt an junge Zielgruppen gerichtete Schriften einsehen. Das Portal richtet sich an Schulen, Hochschulen und Initiativen der politischen Bildung.

Durch den offenen Zugang ermöglicht die Plattform Forscher:innen, Lehrkräften und der Öffentlichkeit, die Geschichte des Extremismus in Deutschland zu erkunden. Die aufbereiteten Materialien geben Einblicke in die Taktiken und Botschaften rechtsextremer Gruppen während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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Die Veröffentlichung des Portals erweitert den Zugang zu historischen Quellen über Extremismus. Pädagog:innen, Studierende und Wissenschaftler:innen können nun Primärquellen studieren, die rechtsextreme Aktivitäten zwischen 1945 und 2000 dokumentieren. Gleichzeitig dient das Projekt als Instrument der politischen Bildung und unterstützt die Auseinandersetzung mit dem Thema Radikalisierung.

Quelle