Modedesigner gegen K-pop-Star: Warum Jisoos Fans jetzt gegen Benjamin Voortmans kämpfen
Vladimir DöhnModedesigner gegen K-pop-Star: Warum Jisoos Fans jetzt gegen Benjamin Voortmans kämpfen
Ein Streit zwischen dem belgischen Modedesigner Benjamin Voortmans und dem K-pop-Star Jisoo von Blackpink hat online für Aufsehen gesorgt. Der Konflikt begann, als Voortmans die Sängerin öffentlich kritisierte, weil sie geliehene Kleidungsstücke monatelang nach einem Fotoshooting nicht zurückgegeben hatte. Seitdem haben sich ihre Fans zu ihrer Verteidigung formiert – ein Beispiel für den Einfluss engagierter Fangemeinschaften in der modernen Popkultur.
Voortmans, der auf Instagram 80 Millionen Follower zählt, hatte Jisoo zunächst Kleidung für eine professionelle Aufnahme zur Verfügung gestellt. Wochen später warf er ihr vor, die Stücke nicht zurückgeschickt zu haben, was unter ihren Unterstützern Empörung auslöste. Später gab er zu, dass er sie namentlich genannt habe, um eine Reaktion zu provozieren – nicht, um sie direkt anzugreifen.
Der Designer hatte sich zunächst bereit erklärt, mit WWD über den Vorfall zu sprechen, zog sich dann aber zurück und behauptete, die Angelegenheit werde privat geklärt. Gleichzeitig wiesen Expertinnen wie Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, darauf hin, wie Fans instinktiv ihre Idole verteidigen. Ihrer Meinung nach lehnen Anhänger Kritik oft ab, bis unwiderlegbare Beweise sie zum Umdenken zwingen.
Fangemeinschaften – insbesondere die von K-pop-Gruppen oder Künstlern wie Taylor Swift – verfügen über beträchtlichen Einfluss. Marken, die von diesen Communities profitieren wollen, müssen vorsichtig agieren: Überkommercialisierung oder die Unterschätzung der Fanloyalität können sich schnell als Bumerang erweisen.
Die Auseinandersetzung zwischen Voortmans und Jisoos Anhängern unterstreicht die Stärke parasozialer Beziehungen in der Fan-Kultur. Zwar hat sich der Designer inzwischen aus der öffentlichen Diskussion zurückgezogen, doch der Vorfall zeigt, wie schnell Konflikte eskalieren können, wenn sich Prominente und ihre Fans angegriffen fühlen. Marken und Kreative müssen nun abwägen, welche Risiken es birgt, mit solch emotional stark gebundenen Zielgruppen in Interaktion zu treten.






