McCormick will Knorr übernehmen – Milliarden-Deal droht Unilever-Umbruch
Vladimir DöhnMcCormick will Knorr übernehmen – Milliarden-Deal droht Unilever-Umbruch
Der ikonische deutsche Lebensmittelhersteller Knorr könnte bald den Besitzer wechseln. Der US-amerikanische Gewürzproduzent McCormick & Company hat Interesse bekundet, das Unternehmen von Unilever zu übernehmen. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er Milliarden wert sein und würde eine bedeutende Wende für die traditionsreiche Marke einläuten.
Knorr gehört seit dem Jahr 2000 zu Unilever und steht dort in einer Reihe mit anderen bekannten Marken wie Hellmann's, Pfanni und Mondamin. Der Konzern betreibt derzeit vier Produktionsstandorte in Deutschland, die ausschließlich Knorr-Produkte herstellen. Im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung unter der Führung von CEO Fernando Fernandez prüft Unilever nun den Verkauf.
McCormick & Company mit Sitz in Maryland zählt zu den weltweit größten Herstellern von Gewürzen und scharfen Saucen. Mit einem Jahresumsatz von knapp 7 Milliarden US-Dollar und rund 14.000 Mitarbeitern weltweit würde die Übernahme die Marktposition des Unternehmens weiter stärken. Der mögliche Deal passt zur Strategie von McCormick, das Portfolio an etablierten Lebensmittelmarken auszubauen.
Aktuelle Daten zur Marktperformance von Knorr in Deutschland – etwa zu Umsatzentwicklungen oder im Vergleich zu Mitbewerbern wie Pfanni oder Königsmann – lagen in den jüngsten Berichten nicht vor.
Falls der Verkauf abgeschlossen wird, würde Knorr von Unilever an einen der großen US-Player in der Gewürz- und Würzmittelbranche übergehen. Der Schritt spiegelt die laufende Neuausrichtung Unilevers wider, während McCormick die Chance erhält, seine internationale Präsenz auszubauen. Die genauen Konditionen und der Zeitplan der Transaktion bleiben vorerst ungeklärt.






