15 March 2026, 06:22

Markgräflerland revolutioniert Nahverkehr mit Taktung und Basel-Anbindung bis 2026

Sechs Busse auf einer Straße mit dem Text "Bearbeitetes Foto" sichtbar.

Markgräflerland revolutioniert Nahverkehr mit Taktung und Basel-Anbindung bis 2026

Landkreis Lörrach plant radikale Umgestaltung des Nahverkehrs im Markgräflerland

Der Landkreis Lörrach steht vor einer grundlegenden Reform seines öffentlichen Nahverkehrsnetzes in der Region Markgräflerland. Eine umfassende Neukonzeption soll häufigere Busverbindungen, neue Linien und bessere Anbindungen an Basel bringen. Über die geplanten Änderungen stimmt der Kreistag am 18. März 2023 ab.

Ziel des überarbeiteten Systems ist es, Reisen zu vereinfachen, die Vernetzung zu verbessern und Schülerverkehr mit dem regulären Fahrplan zu verzahnen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehört ein stündlicher Takt auf der Linie 255 von montags bis freitags, die Efringen-Kirchen, Eimeldingen und Rümmingen mit Lörrach verbindet. Die Linien 200 und 265 werden künftig bis zum Claraplatz in Basel verlängert, während die Linie 200 zudem eine geänderte Route durch das Zentrum von Weil am Rhein nehmen wird.

Bis Dezember 2026 müssen alle Kreisbusse mit automatischen Fahrgastzählsystemen ausgestattet sein. Der neue Nahverkehrsplan soll am 13. Dezember 2026 in Betrieb gehen und wird für fünf Jahre vergeben. Mit der Ausschreibung wird ein Konsortium aus der Regio Verkehrsgesellschaft Oberrhein und der SWEG Bus als Favorit gehandelt.

Die Umstellung schlägt mit geschätzten 4,45 Euro pro geplanten Kilometer zu Buche. Für das Jahr 2027 rechnet der Landkreis Lörrach mit einem Förderbedarf von rund 4,261 Millionen Euro, um die Veränderungen zu stemmen.

Bei einer Zustimmung soll das reformierte Netz Ende 2026 den Betrieb aufnehmen. Erwartet werden bessere Umsteigemöglichkeiten, eine engere Verzahnung von Schüler- und Linienverkehr sowie stärkere grenzüberschreitende Verbindungen nach Basel. Die endgültige Entscheidung fällt mit der Abstimmung des Kreistags im kommenden März.

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