Luchsin Verena soll Schwarzwald-Population nachhaltig stärken
Neue Luchsin Verena im Schwarzwald freigelassen, um Bestände zu stärken
In Baden-Württemberg ist mit Verena eine junge Luchsin ausgesetzt worden, um die heimische Population zu stärken. Das eineinhalb Jahre alte Tier stammt aus einem Zuchtprogramm zum Artenschutz und wird sich dem ortsansässigen Luchskater Toni im Schwarzwald anschließen. Damit beginnt eine neue Phase der Bemühungen, in der Region einen stabilen Luchbestand aufzubauen.
Verena wurde im Frühling 2023 im Schweizerischen Wildpark Langenberg geboren. Später wurde sie im Wildkatzendorf Hütscheroda auf die Auswilderung vorbereitet. Ihre Ankunft folgt auf die Freilassung einer weiteren Luchsin namens Finja im Dezember 2023, die im Juli 2024 verstarb.
Der Schwarzwald bietet mit seinen ausgedehnten Wäldern und reichhaltigem Beutetiervorkommen ideale Lebensbedingungen für Luchse. Bis 2027 könnten bis zu zehn weitere Tiere in der Region angesiedelt werden. Ziel ist es, eine gesunde, sich selbst erhaltende Population aufzubauen.
Verena ist Teil des Zuchtprogramms des Europäischen Zooverbands (EAZA). Gemeinsam mit Toni und künftigen Auswilderungen wird sie dazu beitragen, die Art in Baden-Württemberg nachhaltig zu stärken. Luchse spielen eine entscheidende Rolle für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Europa.
Mit der Freilassung von Verena rückt das Wiederansiedlungsprojekt einen Schritt näher an sein Ziel. Dank geeigneter Lebensräume und geplanter weiterer Auswilderungen wollen die Behörden das langfristige Überleben der Art in der Region sichern. Die Tiere werden auch weiterhin in freier Wildbahn beobachtet, um ihren Fortschritt zu dokumentieren.






