26 April 2026, 02:20

Lieferketten in der Krise: Warum Unternehmen an mangelnder Flexibilität scheitern

Offenes Buch mit einer Diagrammdarstellung des Flusses von Versorgungsgütern in den American Expeditionary Forces, das Text und Supply-Chain-Komponenten auf einer flachen Oberfläche zeigt.

Lieferketten in der Krise: Warum Unternehmen an mangelnder Flexibilität scheitern

Eine neue Studie zeigt, dass viele globale Unternehmen während der Coronavirus-Pandemie mit der Flexibilität ihrer Lieferketten kämpfen. Der unter dem Titel IBP-Radar 2020 veröffentlichte Bericht wurde von der Camelot Management Consultants AG erstellt, einem Spezialisten für Wertschöpfungskettenmanagement. Darin werden Defizite bei der Verzahnung von finanzieller und operativer Planung über verschiedene Abteilungen hinweg aufgezeigt.

An der Umfrage nahmen Fachleute aus den Bereichen Lieferkettenmanagement und Unternehmensplanung teil, darunter Vertreter aus der chemischen Industrie, der Pharmazie, der Konsumgüterbranche und dem verarbeitenden Gewerbe. Über 80 Prozent der Führungskräfte waren sich einig, dass integrierte Unternehmensplanung (Integrated Business Planning, IBP) entscheidend ist, um globale Lieferketten flexibler zu gestalten. Dennoch haben trotz dieser Erkenntnis mehr als 70 Prozent der Befragten IBP bisher nur in seinen grundlegendsten Formen eingeführt.

Ein zentrales Hindernis ist der Mangel an routinemäßiger Zusammenarbeit zwischen Finanzteams und anderen Abteilungen. In etwa zwei Dritteln der befragten Unternehmen bleibt die Finanzfunktion von den IBP-Prozessen getrennt. Die Studie kommt zudem zu dem Schluss, dass die fehlende Vertrautheit mit bereichsübergreifender Teamarbeit die größte Hürde für eine breitere Einführung darstellt.

Für die kommenden drei Jahre nannten die meisten Unternehmen Agilität und eine verbesserte Lieferzuverlässigkeit als oberste Prioritäten in der Lieferkettenstrategie. Camelot, ein weltweit tätiges Beratungsunternehmen mit 1.800 Mitarbeitern und Hauptsitz in Mannheim, unterstützt Unternehmen dabei, Prozesse in den Bereichen Konsumgüter, Fertigung und verwandten Branchen zu optimieren.

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Die Ergebnisse deuten auf eine deutliche Kluft zwischen Anspruch und Umsetzung im Lieferkettenmanagement hin. Zwar erkennen Führungskräfte den Wert von IBP, doch bleibt die praktische Implementierung begrenzt. Ohne eine stärkere bereichsübergreifende Integration könnten Unternehmen weiterhin Schwierigkeiten haben, sich an Störungen wie die anhaltende Pandemie anzupassen.

Quelle