14 April 2026, 00:27

IG Metall fordert "Job-to-Job"-Netzwerk gegen Fachkräfteschwund in Sachsen-Anhalt

Eine Liniengrafik, die die Beschäftigtenzahlen in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

IG Metall fordert "Job-to-Job"-Netzwerk gegen Fachkräfteschwund in Sachsen-Anhalt

Die IG Metall für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt drängt auf den Aufbau eines landesweiten "Job-to-Job"-Netzwerks in Sachsen-Anhalt. Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der die Region mit tiefgreifenden Veränderungen durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und verschobene globale Handelsströme konfrontiert ist. Die Gewerkschaftsführung argumentiert, dass ein strukturiertes Vorgehen notwendig sei, um zu verhindern, dass Fachkräfte während industrieller Umbrüche in Arbeitslosigkeit abrutschen.

Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, kritisierte das aktuelle System, in dem qualifizierte Beschäftigte entlassen werden, während Unternehmen später mit Fachkräftemangel kämpfen. Er betonte, dass der Verlust von Expertise wirtschaftlich wenig sinnvoll sei – besonders in einem modernen Industriestandort. Stattdessen fordert die Gewerkschaft ein Netzwerk, das Arbeitnehmern den direkten Wechsel in hochwertige neue Stellen ermöglicht, noch bevor Stellenabbau erfolgt.

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Das geplante Netzwerk soll Landesregierung, Arbeitgeberverbände und die regionale Arbeitsagentur zusammenbringen. Ziel ist es, Beschäftigte mit aufkommenden Chancen zu verknüpfen und so Qualifikationslücken zwischen den Branchen zu verringern. Bevor externe Übergänge in Betracht gezogen werden, sollten Unternehmen jedoch zunächst interne Lösungen wie Weiterbildung, Aufgabenwechsel oder betriebliche Innovationen prüfen, um Fachkräfte zu halten.

Der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt steht unter Druck durch demografischen Wandel und rasanten technologischen Fortschritt. Die IG Metall ist überzeugt, dass ein koordiniertes "Job-to-Job"-System das industrielle Know-how und die Innovationskraft des Landes bewahren könnte. Bestehende regionale Initiativen sollen ausgebaut und vernetzt werden, um betroffenen Beschäftigten fließendere Berufswege zu ermöglichen.

Das Netzwerk zielt darauf ab, Fachkräfte in Sachsen-Anhalt zu halten und die Wirtschaft während des Strukturwandels zu stützen. Durch die Vermeidung unnötiger Arbeitslosigkeit und die Förderung direkter Stellenvermittlungen könnte das System zur Stabilisierung der regionalen Wirtschaft beitragen. Gespräche mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft sollen in Kürze beginnen.

Quelle