13 March 2026, 22:23

Grüne und CDU liefern sich spannendes Duell bei Landtagswahl in Baden-Württemberg

Eine Deutschlandkarte mit in Rot und Blau hervorgehobenen Bundesländern, die die Ergebnisse der Wahl 2016 zeigen, einschließlich der Namen der Kandidaten und des Wahldatums.

Grüne und CDU liefern sich spannendes Duell bei Landtagswahl in Baden-Württemberg

Landtagswahl in Baden-Württemberg endet mit Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Grünen und CDU

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg ist mit einem knappen Ergebnis zwischen den Grünen und der CDU zu Ende gegangen. Beide Parteien errangen jeweils 56 Sitze – die Grünen mit 30,2 Prozent, die CDU mit 29,7 Prozent der Stimmen. Das Ergebnis wirft Fragen zur Zukunft der grün-schwarzen Koalition und zu Schlüsselressorts auf, darunter die Position von Agrarminister Peter Hauk.

Die von Cem Özdemir geführten Grünen setzten sich nur knapp gegen die CDU durch, was darauf hindeutet, dass die bestehende Koalition fortgesetzt werden könnte. Özdemirs Partei stand jedoch in der Kritik von Agrarverbänden, insbesondere von Peter Hauk, der ihm 2024 vorwarf, es an "echter Leidenschaft" für landwirtschaftliche Belange zu fehlen. Hauk hatte sich zudem gegen Özdemirs Bundespolitik in der Agrarfrage gestellt, etwa während der Bauernproteste 2023 und 2024.

Hauk verteidigte sein Direktmandat im Wahlkreis Neckar-Odenwald mit 39,5 Prozent der Stimmen. Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband (BLHV) und dessen Präsident Bernhard Bolkart setzen sich dafür ein, ihn im Amt des Agrarministers zu halten. Auch der Landesbauernverband (LBV) unterstützt eine Stärkung der Rolle des Ministeriums in Stuttgart.

Unterdessen legte die rechtspopulistische AfD deutlich zu und wurde mit 18,8 Prozent und 35 Sitzen drittstärkste Kraft. Die SPD stürzte auf ein historisches Tief von 5,5 Prozent ab, während FDP und Linke den Einzug in den Landtag verpassten.

Die Wahl hinterlässt Baden-Württemberg mit einem zersplitterten Parlament und ungewisser Regierungsbildung. Grünen und CDU müssen nun entscheiden, ob sie ihre Koalition fortsetzen – wobei die Agrarpolitik voraussichtlich ein zentraler Streitpunkt bleiben wird. Hauks Zukunft als Minister hängt von den anstehenden Verhandlungen ab, während der Aufstieg der AfD die politische Landschaft zusätzlich verkompliziert.

Quelle