14 April 2026, 02:21

FOAM: Wie eine neue Software die Schaumstoffproduktion revolutioniert

Eine handgezeichnete Skizze eines Schneide- und Formwerkzeugs mit Griff und Ausguss auf Papier, begleitet von Text und anderen Gegenständen.

FOAM: Wie eine neue Software die Schaumstoffproduktion revolutioniert

Neue Software namens FOAM revolutioniert die Herstellung von Schaumstoffen

Eine innovative Software mit dem Namen FOAM verändert die Art und Weise, wie Hersteller Schaummaterialien entwickeln und produzieren. Das am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) entwickelte Tool simuliert den gesamten Schäumungsprozess – von der Expansion bis zur endgültigen Dichteverteilung. Bereit wird es in Branchen wie der Batterieproduktion und der Hausgeräteherstellung eingesetzt, um Effizienz und Präzision zu steigern.

FOAM erstellt einen vollständigen digitalen Zwilling von Schaumstoffkomponenten und ermöglicht es Ingenieuren, Designs bereits vor der Produktion zu optimieren. Die Software sagt voraus, wie sich Schaum ausbreitet, expandiert und selbst komplexe Formen ausfüllt. Nutzer können Prozesse wie Reaktionsspritzgießen (RIM) oder Infiltration simulieren und verschiedene Schaumtypen problemlos testen.

Die Software kommt bereits in konkreten Projekten zum Einsatz – etwa bei der Modellierung der Schaumverteilung in Kühl-Gefrier-Kombinationen. Auch das Befüllen von Batteriemodulen mit Hunderten einzelner Zellen wurde damit simuliert. Dadurch lassen sich kostspielige Versuch-und-Irrtum-Tests vermeiden.

Die Benutzeroberfläche von FOAM ist praxisorientiert gestaltet: Sie bietet Vorverarbeitungswerkzeuge für CAD-Daten sowie intuitive Steuerungsmöglichkeiten. Ergänzend dazu berechnet die Software FeelMath die mechanischen und thermischen Eigenschaften von Schaummikrostrukturen und liefert so tiefere Einblicke in das Materialverhalten.

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Dr. Konrad Steiner, Leiter der Abteilung "Strömungs- und Materialsimulation" am Fraunhofer ITWM, wird FOAM auf der Foam Expo Europe 2024 vorstellen. Die Messe findet vom 3. bis 5. Dezember in Stuttgart statt, wo Interessierte mehr über die Fähigkeiten der Software erfahren können.

FOAM steht nun Unternehmen aus schaumstoffverarbeitenden Branchen zur Verfügung – von der Automobilindustrie bis zur Hausgeräteproduktion. Die Software verkürzt Entwicklungszeiten und reduziert Materialverschwendung, indem sie präzise Simulationen noch vor der physischen Herstellung ermöglicht. Unternehmen können damit Designs verfeinern, verschiedene Schaumtypen testen und die Performance unter realen Bedingungen vorhersagen.

Quelle