13 April 2026, 04:20

Europas ehrgeiziges Genom-Projekt startet mit 100.000 DNA-Analysen für die Medizin der Zukunft

Schwarze und weiße Zeichnung einer symmetrischen Reihe von Kreisen auf einem weißen Hintergrund, wobei jeder eine Stufe in der Evolution des menschlichen Genoms darstellt.

Europas ehrgeiziges Genom-Projekt startet mit 100.000 DNA-Analysen für die Medizin der Zukunft

Europas größtes Genom-Projekt startet: 100.000 Genome sollen entschlüsselt werden

Ein großes europäisches Vorhaben zur Schaffung der größten Genomdatenbank des Kontinents ist gestartet. Das Projekt "Genome of Europe" vereint 49 Partner aus 27 Ländern mit dem Ziel, in der ersten Phase 100.000 Genome zu entschlüsseln. Mit einem Budget von 45 Millionen Euro läuft die Initiative in den nächsten 42 Monaten, um ein europaweites Referenzsystem für die medizinische Forschung aufzubauen.

Mithilfe der Ganzgenomsequenzierung wird die DNA jedes Teilnehmers analysiert. Die Datenbank wird Genome von Menschen mit unterschiedlichen nationalen Hintergründen umfassen, darunter auch Patienten mit Tumoren und seltenen Erkrankungen. Ziel ist es, die genetische Vielfalt Europas abzubilden und bestehende genomische Datensätze zu integrieren.

Das Tübinger Institut für Medizinische Genetik und Angewandte Genomik ist als einziges deutsches Sequenzierzentrum an der Initiative beteiligt. Unter der Leitung von Professor Olaf Rieß steuert das Institut knapp 6 Millionen Euro bei – finanziert zur Hälfte aus EU-Mitteln und zur Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Rieß betonte, dass die Datenbank die personalisierte Medizin voranbringen werde, indem sie genombasierte Diagnostik und Therapien verbessert.

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Das Projekt ist Teil einer größeren europäischen Strategie, eine Datenbank mit mindestens einer Million Genome aufzubauen. Die Gesamtfinanzierung von 45 Millionen Euro stammt je zur Hälfte aus EU-Mitteln und den beteiligten Mitgliedstaaten, was eine breite Zusammenarbeit über den gesamten Kontinent hinweg sichert.

In den kommenden dreieinhalb Jahren wird "Genome of Europe" eine detaillierte Referenzdatenbank erstellen. Die Ergebnisse sollen die medizinische Forschung unterstützen, die Krankheitsdiagnostik verbessern und zukünftige Gesundheitspolitik prägen. Durch die Einbeziehung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen und bestehender Datensätze soll die Ressource so umfassend wie möglich werden.

Quelle