Erfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über sechsstelligen Vergleich
Sepp KraushaarErfurt und Ex-Mitarbeiter Guy Montavon verhandeln über sechsstelligen Vergleich
Ein langjähriger Rechtsstreit zwischen der Stadt Erfurt und ihrem ehemaligen Mitarbeiter Guy Montavon könnte bald ein Ende finden. Nach zwei Jahren gerichtlicher Auseinandersetzungen verhandeln beide Seiten nun über einen möglichen außergerichtlichen Vergleich im mittleren sechsstelligen Bereich.
Der Konflikt begann, als Montavon vor mehr als zwei Jahren fristlos entlassen wurde. Die Stadt warf ihm zunächst Machtmissbrauch und sexuelles Fehlverhalten vor – Vorwürfe, die jedoch nie vor Gericht bewiesen wurden.
Mitte März fanden Schlichtungsgespräche statt, die zu Verhandlungen über eine finanzielle Einigung führten. Die Spannungen verschärften sich jedoch erneut, als Montavon nach einer grundsätzlichen Einigung eine zusätzliche Forderung stellte. Dieser Schritt verärgerte die Stadtverantwortlichen, die auf eine schnellere Lösung gehofft hatten.
Letzten Donnerstag informierte Oberbürgermeister Andreas Horn den Ältestenrat des Stadtrats über die neuesten Entwicklungen. Falls der Stadtrat zustimmt, könnte die Einigung im Mai besiegelt werden. Die vereinbarte Summe würde vor allem ausstehende Gehaltsansprüche Montavons abdecken. Scheitert die Vereinbarung, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt.
Im Rahmen der Einigung würde Montavon seine Klage auf Wiedereinstellung zurückziehen.
Sollte der Vergleich genehmigt werden, endete damit ein Streit, der sich seit Montavons Entlassung hinzieht. Die Entscheidung des Stadtrats im Mai wird zeigen, ob der Fall abgeschlossen wird oder im September zu weiteren Gerichtsverhandlungen führt.






