25 April 2026, 08:20

Deutscher Hof bewahrt uraltes Steppengetränk Kumys für neue Generationen

Eine historische Zeichnung eines Hofs in Mecklenburg, Deutschland, aus dem Jahr 1799, die mehrere Gebäude, Bäume und einen Himmel im Hintergrund zeigt, mit der Beschriftung "Kubekhof in Mecklenburg, Deutschland, 1799" unten.

Deutscher Hof bewahrt uraltes Steppengetränk Kumys für neue Generationen

Ein traditionelles asiatisches Getränk wird nun im ländlichen Deutschland hergestellt. Die Familie Zollmann in Waldbrunn-Mülben produziert Kumys – ein vergorenes Stutenmilchgetränk mit tiefen kulturellen Wurzeln. Ihr Hof verbindet moderne Produktion mit dem Respekt vor jahrhundertealten Steppentraditionen.

Die Geschichte des Kumys in Deutschland begann 1975. Dr. Rudolf Storch, der das Getränk während seiner Kriegsgefangenschaft im Zweiten Weltkrieg kennengelernt hatte, erkannte dessen gesundheitlichen Nutzen. Noch im selben Jahr startete er die erste Kumys-Produktion des Landes.

1980 übernahm die Familie Zollmann den Betrieb. Sie erweiterte das Geschäft über die Milchverarbeitung hinaus und baute später eine Kosmetiklinie auf. Heute stellt ihre Marke Zollmann StutenmilchKimis her – eine besondere Variante des säuerlichen, leicht alkoholischen Getränks.

Der Hof bleibt eine Brücke zwischen den Kulturen. Die Familie veranstaltet Feste, die kasachische Traditionen mit Musik, Essen und Gastfreundschaft feiern. Die Verbindung zu Kasachstan ist eng geblieben, und die Familie lobt stets die Herzlichkeit der Menschen dort.

Kumys selbst hat uralte Ursprünge. Seit Jahrhunderten fermentieren Steppennomaden Stutenmilch zu diesem nährstoffreichen Getränk. In Kasachstan ist es bis heute ein Grundnahrungsmittel, das sowohl von Unternehmen als auch in Haushalten hergestellt wird.

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Der Zollmann-Hof verkörpert eine einzigartige Verbindung deutscher Handwerkskunst und zentralasiatischer Tradition. Ihre Kumys-Produktion bewahrt ein altes Rezept, während sie es neuen Zielgruppen näherbringt. Durch Feste und die engen Beziehungen zu Kasachstan hält die Familie den kulturellen Austausch lebendig.

Quelle