BSI und alle Bundesländer stärken Cyberabwehr durch historische Partnerschaft
Hiltrud JockelBSI und alle Bundesländer stärken Cyberabwehr durch historische Partnerschaft
Alle 16 deutschen Bundesländer haben mittlerweile Partnerschaftsvereinbarungen mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) unterzeichnet, um die Cyberabwehr zu stärken. Die letzte Vereinbarung mit Baden-Württemberg wurde im April 2026 besiegelt. Im Mittelpunkt des Abkommens stehen der Wissensaustausch und die Verbesserung der Reaktion auf digitale Bedrohungen.
Die neue Partnerschaft umfasst acht zentrale Handlungsfelder, darunter den Informationsaustausch und gemeinsame Schulungsprogramme. Beide Seiten werden sich zudem für eine höhere Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Cyberrisiken einsetzen. Ein weiterer Schwerpunkt der Vereinbarung ist die Unterstützung nach IT-Sicherheitsvorfällen.
Zu den ersten Projekten gehören Notfallübungen, gemeinsame Werkzeuge zur Bedrohungserkennung sowie ein nationales Rahmenwerk zur Überwachung der Cybersicherheitslage. Das BSI übernimmt die Federführung bei Beratungen zum Abhörschutz und wird mit den Ländern auch zu kritischen Themen wie Cloud Computing und künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten.
Claudia Plattner, Präsidentin des BSI, betonte, dass Bund und Länder zusammenarbeiten müssten, um die Cyberresilienz Deutschlands zu stärken. Nicole Matthöfer, Leiterin der Cybersecurity-Agentur Baden-Württemberg, verwies auf die Vorteile der Verknüpfung von Bundeskompetenzen mit regionalem Know-how. Stellvertretender Ministerpräsident Thomas Strobl ergänzte, dass eine enge Zusammenarbeit entscheidend sei, um digitale Gefahren wirksam zu bekämpfen.
Die erweiterte Kooperation des BSI mit den Ländern wird vom Bundesinnenministerium (BMI) unterstützt. Die Vereinbarung markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer robusteren Cyberverteidigung in ganz Deutschland. In den kommenden Monaten sollen konkrete Maßnahmen wie Krisenübungen und Bedrohungserkennungstools umgesetzt werden. Ziel der Partnerschaft ist es, die Abstimmung zwischen Bund und Ländern bei der Bewältigung von Herausforderungen der digitalen Sicherheit zu verbessern.






