20 April 2026, 02:20

Brandts Witwe attackiert SPD: "Hat den Kontakt zu ihren Wurzeln verloren"

Deutsches Propagandaplakat für die Nazi-Partei mit zwei Männern auf einem Sofa.

Brandts Witwe attackiert SPD: "Hat den Kontakt zu ihren Wurzeln verloren"

Brigitte Seebacher, die Witwe des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, hat die sinkende Popularität der SPD scharf kritisiert. In einem aktuellen Interview stellte sie infrage, ob die Partei noch eine Verbindung zu den einfachen Wählern habe, und warf ihr vor, den Kontakt zu ihren Wurzeln verloren zu haben.

Seebacher verließ die SPD 1995, drei Jahre nach Brandts Tod. Heute behauptet sie, die Partei verstehe die Menschen, für die sie einst gegründet wurde, nicht mehr. Ihrer Meinung nach hätten sich die Führungskräfte zu sehr auf politische Korrektheit konzentriert – als Beispiel nannte sie die vegane Ernährung von Alexander Schweitzer als Zeichen dieses Wandels.

Sie räumte ein, dass die SPD keine klassische Arbeiterpartei mehr sei, da die traditionelle Industriearbeiterschaft weitgehend verschwunden ist. Dennoch betonte sie, dass es werktätige Menschen nach wie vor gebe – und die Partei ihre Bedürfnisse nicht mehr ausreichend vertrete. Stattdessen verlasse sie sich ihrer Ansicht nach zu sehr auf Nostalgie und Sozialpolitik.

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Mit Blick auf die Zukunft schlug Seebacher vor, die CDU solle eher eine Zusammenarbeit mit der AfD als mit der SPD in Betracht ziehen. Zudem warnte sie den Sieger der Rheinland-Pfalz-Wahl, sich gut zu überlegen, bevor er Koalitionsgespräche aufnehme. Ihre Äußerungen spiegeln eine grundsätzliche Skepsis gegenüber der Zukunft der Partei wider, da sie anmerkte, dass keine politische Bewegung ewig bestehe.

Seebachers Kritik unterstreicht tiefe Bedenken hinsichtlich des Kurses der SPD. Ihre Vorwürfe betreffen die Politik der Partei, ihre Führung und ihre Fähigkeit, Wähler zu erreichen. Die Debatte über ihre künftige Rolle in der deutschen Politik wird voraussichtlich weitergehen.

Quelle