Baden-Württemberg revolutioniert Parkraumkontrolle mit digitalen Scan-Fahrzeugen
Hiltrud JockelBaden-Württemberg revolutioniert Parkraumkontrolle mit digitalen Scan-Fahrzeugen
Baden-Württemberg ist das erste deutsche Bundesland, das einen rechtlichen Rahmen für die digitale Parkraumüberwachung eingeführt hat. Ein Pilotprojekt an der Universität Hohenheim startete im Mai 2025 und setzt ein Scan-Fahrzeug ein, um Parkausweise zu überprüfen. Das System soll die Effizienz steigern und illegales Parken in wichtigen Bereichen reduzieren.
Für den Test an der Universität Hohenheim wurde der Standort wegen der bereits vorhandenen Infrastruktur ausgewählt. Die Parkscheinautomaten erforderten bereits die Eingabe des Kennzeichens, was den Übergang zu digitalen Kontrollen erleichterte. Während das Scan-Fahrzeug eine vollständige Kontrollrunde in etwas mehr als einer Stunde abschloss, hätte eine Fußstreife bis zu sieben Stunden benötigt.
Die Technologie erkennt zudem falsch geparkte Fahrzeuge – selbst wenn diese über eine gültige Parkberechtigung verfügen. Im Hintergrund sorgte die Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg für eine sichere Datenverarbeitung: Kennzeichen wurden verschlüsselt, persönliche Daten anonymisiert. Verkehrsminister Winfried Hermann betonte das Potenzial für noch höhere Effizienz in größeren Gebieten.
Erste Ergebnisse zeigten eine sechsmal höhere Produktivität im Vergleich zu herkömmlichen Methoden. Das System hilft zudem, blockierte Fahrradspuren, Busspuren und Halteverbotszonen freizuhalten, was die Verkehrssicherheit verbessert. Nach diesem Erfolg sind weitere Tests in Heidelberg, Mannheim, Freiburg und Waldshut-Tiengen geplant.
Das digitale Parkkontrollsystem hat sich bereits als schneller und effektiver erwiesen als manuelle Kontrollen. Mit den laufenden erweiterten Tests rechnet Baden-Württemberg mit einer flächendeckenden Einführung im Land. Im Fokus bleibt die Reduzierung von Falschparkern bei gleichzeitiger Einhaltung strenger Datenschutzstandards.






