Baden-Württemberg ehrt Streitkräfte und warnt vor Drohnengefahr an NATO-Jubiläum
Vladimir DöhnBaden-Württemberg ehrt Streitkräfte und warnt vor Drohnengefahr an NATO-Jubiläum
Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat am Dienstag, dem 30. September 2025, ihren jährlichen Empfang für die Streitkräfte veranstaltet. Die Veranstaltung fand im Neuen Schloss in Stuttgart statt und vereinte rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Teilstreitkräften und Bereichen. Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl leitete die Feier und würdigte die Soldatinnen und Soldaten sowie ihre Familien für ihren Einsatz und ihre Opferbereitschaft.
Der Empfang fiel mit dem 70. Jahrestag des NATO-Beitritts Deutschlands zusammen. Strobl betonte das Bündnis als Grundpfeiler der kollektiven Sicherheit – besonders vor dem Hintergrund der aktuellen Bedrohungen an der östlichen Flanke der NATO. Er unterstrich die Bedeutung der militärischen Zusammenarbeit für die Bewahrung von Freiheit und Stabilität in Europa.
In seiner Rede ging Strobl auch auf die wachsende Herausforderung durch ausländische Drohnen ein. Er forderte eine stärkere bundesweite Kooperation und mehr Finanzmittel, um die Fähigkeiten zur Drohnenabwehr zu verbessern. Zwar anerkannte er die Rolle der Polizei Baden-Württembergs in diesem Bereich, räumte jedoch ein, dass keine konkreten Daten darüber vorlägen, wie sich die Drohnenabwehr der Bundeswehr in den vergangenen zwei Jahren entwickelt habe.
Der Minister dankte für die enge Verbindung zwischen Militär und Gesellschaft. Er lobte die Streitkräfte für ihren Dienst und hob ihren unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit hervor.
Die Veranstaltung würdigte die Leistungen der Soldatinnen und Soldaten sowie ihrer Familien und thematisierte zugleich drängende Sicherheitsfragen. Strobls Äußerungen konzentrierten sich auf die Notwendigkeit einer besseren Drohnenabwehr und einer fortgesetzten Zusammenarbeit innerhalb der NATO. Der Empfang diente sowohl als Ehrung als auch als Aufruf, sich den künftigen Herausforderungen zu stellen.