10 May 2026, 04:20

Autohändler warnen vor Service-Krise durch Elektroautos und fordern Soforthilfe

Ein Mitsubishi Lancer EV auf einer nächtlichen Stadtstraße geparkt, umgeben von Gebäuden, Schaufenstern, Schaufensterpuppen und beleuchteten Schildern.

Autohändler warnen vor Service-Krise durch Elektroautos und fordern Soforthilfe

Burkhard Weller, Autohändler und Präsident des Verbandes der Automobilhändler (VAD), warnt vor einer drohenden Krise im Kundendienstbereich. Als Hauptgrund nennt er den geringeren Verschleiß bei Elektrofahrzeugen, der die Erträge im Servicegeschäft halbieren könnte, falls die Elektrifizierung im aktuellen Tempo voranschreitet. Weller fordert nun dringend Maßnahmen, um die angeschlagene Branche zu stützen.

Er verlangt klarere Richtlinien für die geplanten Fördergelder für Elektroautos. Diese müssten seiner Meinung nach rückwirkend zum 1. Januar gelten und auch junge Gebrauchtwagen einschließen. Ein vereinfachtes Förderverfahren, das direkt in den Verkaufsprozess integriert ist und ohne zusätzlichen bürokratischen Aufwand auskommt, sei entscheidend, um die Händler weiter zu entlasten.

Der VAD strebt an, den Autohäusern eine stärkere, eigenständige politische Stimme zu verleihen. Weller betont, dass Politiker besser reagieren, wenn Unternehmer direkt das Wort ergreifen, statt über Mittelsmänner zu kommunizieren. Dieser Vorstoß für mehr Einfluss kommt zu einer Zeit, in der die Branche vor tiefgreifenden Umbrüchen steht.

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Er prognostiziert einen deutlichen Rückgang der Händlerzahlen: Weniger als 12.000 Standorte und unter 3.000 unabhängige Inhaber könnten übrig bleiben. Die Branchenkonsolidierung, getrieben durch den Umstieg auf Elektromobilität, zwingt die Händler, ihre Geschäftsmodelle grundlegend zu überdenken. Wer sich nicht anpasst, riskiert die Schließung, da traditionelle Einnahmequellen schwinden.

Wellers Warnungen unterstreichen den Druck auf die Autohäuser, sich weiterzuentwickeln oder den Kollaps zu riskieren. Die Forderungen des VAD nach mehr politischem Gewicht und klaren Förderregeln spiegeln die Dringlichkeit der Lage wider. Bleiben die aktuellen Trends bestehen, könnte der Kundendienstsektor dramatisch schrumpfen – mit immer weniger unabhängigen Betrieben, die sich am Markt halten.

Quelle