Audi formt Führungsebene um: Neue Strategien für China, KI und Hybrid-Antriebe
Sepp KraushaarAudi formt Führungsebene um: Neue Strategien für China, KI und Hybrid-Antriebe
Die Audi Group hat ihre Führungsebene mit einer Reihe wichtiger Personalentscheidungen in verschiedenen Marken und Regionen neu aufgestellt. Die Veränderungen zielen darauf ab, die technische Entwicklung, die Produktionskompetenz und die Marktexpansion in zentralen Bereichen zu stärken. Mehrere Führungskräfte übernehmen nun neue Positionen im Audi-Werk Neckarsulm, bei Lamborghini sowie im chinesischen Joint Venture des Konzerns.
Fred Schulze, bisheriger Leiter des Audi-Werks Neckarsulm, wird neuer Geschäftsführer des Joint Ventures zwischen Audi und SAIC in China. In dieser Funktion wird er die Entwicklung einer neuen Schwestermarke speziell für den chinesischen Markt vorantreiben. Das erste Modell dieser Marke, der Audi E7X, soll nach dem Marktstart des Audi E5 Sportback folgen.
Thomas Bogus, der zuletzt das inzwischen geschlossene Audi-Werk in Brüssel geleitet hat, übernimmt nun die Führung des Standorts Neckarsulm. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit wird die Integration neuer Technologien, insbesondere künstlicher Intelligenz, in die zukünftigen Produktionsabläufe sein.
Bei Lamborghini wurde Fermín Soneira zum neuen Technologievorstand (CTO) ernannt und löst damit Rouven Mohr ab, der kürzlich als Entwicklungsvorstand in den Vorstand der Audi AG gewechselt ist. Unter Soneiras Führung hat Lamborghini seine Elektrifizierungsstrategie angepasst: Das Projekt „Lanzador“ wird nicht mehr als rein elektrisches Fahrzeug, sondern als Plug-in-Hybrid umgesetzt. Bis 2030 wird das Portfolio der Marke vorrangig aus Plug-in-Hybriden und nicht aus rein batterieelektrischen Modellen bestehen.
Die umfassende Umstrukturierung soll den Wissensaustausch zwischen den Audi-Tochtergesellschaften, Marken und Divisionen verbessern. Im Fokus stehen dabei die Elektrifizierungsbestrebungen, neue Fahrzeugplattformen und regionale Wachstumsstrategien.
Die Anpassungen in der Führungsetage erfolgen vor dem Hintergrund einer verstärkten Ausrichtung Audis auf Elektrifizierung, technische Innovation und marktspezifisches Wachstum. Die neuen Rollen sollen die Zusammenarbeit in den globalen Aktivitäten des Konzerns – insbesondere in China und Europa – effizienter gestalten. Auch Lamborghinis überarbeitete Pläne für Elektrofahrzeuge spiegeln eine strategische Neuausrichtung der langfristigen Produktpalette wider.






