09 May 2026, 10:20

Apothekenbranche altert rasant: Jeder Dritte ist über 55 – droht der Personal-Kollaps?

Plakat zum 70-jährigen Jubiläum des Kaiser-Huldigungsfestes in Berlin, Deutschland, mit einer Gruppe von Menschen umgeben von Text und Zahlen in einem Rahmen.

Apothekenbranche altert rasant: Jeder Dritte ist über 55 – droht der Personal-Kollaps?

Deutschlands Apothekenbelegschaft altert schneller als der nationale Durchschnitt

Fast ein Drittel der Apothekerinnen und Apotheker ist heute 56 Jahre oder älter – ein alarmierendes Signal für künftige Personalengpässe. Der Trend spiegelt die allgemeinen Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt wider, da die Babyboomer-Generation allmählich das Rentenalter erreicht.

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Die aktuellen Zahlen zeigen: Die größte Gruppe unter den Apothekerinnen und Apothekern ist zwischen 56 und 60 Jahre alt und macht 13,5 Prozent des Sektors aus. Die 31- bis 35-Jährigen stellen 12,5 Prozent, während die Unter-30-Jährigen nur noch 10,7 Prozent ausmachen. Im Durchschnitt sind Apotheker in öffentlichen Apotheken 48,4 Jahre alt, wobei Männer etwas älter sind als Frauen. Apothekenleiter sind mit durchschnittlich 53,6 Jahren noch älter.

Zum Vergleich: Nur 24 Prozent der gesamten deutschen Erwerbsbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren sind zwischen 55 und 64 Jahre alt. In Apotheken liegt dieser Anteil dagegen bei 30 Prozent. Diese Schieflage unterstreicht die starke Abhängigkeit des Sektors von älteren Beschäftigten, von denen viele der Babyboomer-Generation angehören.

Da bis 2039 über 13,4 Millionen deutsche Arbeitnehmer in Rente gehen werden, steht die Branche vor einer wachsenden Herausforderung. Die Lücke allein mit jüngeren Mitarbeitenden zu schließen, wird nicht ausreichen. Fachleute fordern die Apothekenbranche auf, neue Talente zu gewinnen und gleichzeitig durch digitale Werkzeuge und effizientere Abläufe die Produktivität zu steigern.

Die alternde Belegschaft in den Apotheken macht deutlich, wie dringend Nachwuchs und Modernisierung benötigt werden. Wenn ältere Apotheker in den Ruhestand gehen, muss sich der Sektor anpassen, um Personalengpässe zu vermeiden. Digitalisierung und Prozessoptimierung könnten helfen, die Belastung für die verbleibenden Beschäftigten zu verringern.

Quelle