18 April 2026, 16:19

3.000 Euro für Integrationskurse: Warum viele nun leer ausgehen

Plakat, das kostenlose Teilnahme an über 1.000 Coursera-Kursen für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen tragen.

3.000 Euro für Integrationskurse: Warum viele nun leer ausgehen

Eine aktuelle Bundespolitik hat die Kosten für Integrationskurse auf die Teilnehmenden selbst abgewälzt. Jeder Kurs kostet nun rund 3.000 Euro – eine Änderung, die landesweit auf massive Kritik stößt. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte bezeichnete den Schritt als "für die meisten Betroffenen undurchführbar".

Durch die neue Regelung drohen bundesweit etwa 130.000 Menschen der Ausschluss von Integrationsangeboten. Rund 40 Prozent der potenziellen Teilnehmenden scheitern künftig an der finanziellen Hürde. Bovenschulte betonte, gesellschaftliche Teilhabe dürfe niemals vom Geldbeutel abhängen.

Die Anbieter von Integrationskursen stehen nun vor drastischen Kürzungen. Viele müssen Personal abbauen, Kurse streichen oder Programme ganz einstellen. Jahrelang aufgebaute Unterstützungsstrukturen der Integrationspolitik geraten so in Gefahr.

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Der Bundesrat hat reagiert und die Angelegenheit an seinen Innenausschuss verwiesen. Dieser Schritt deutet auf weitere Debatten hin, hebt die Gebührenpflicht aber vorerst nicht auf.

Die Entscheidung belastet sowohl Teilnehmende als auch Kursanbieter schwer. Ohne Korrekturen werden weniger Menschen Sprach- und Kulturkurse besuchen können. Die langfristigen Folgen für die Integrationsbemühungen bleiben ungewiss, während die Beratungen im Bundesrat anhalten.

Quelle