24 May 2026, 06:30

"Zwei Hasen auf einmal": Eine musikalische Farce mit überraschendem Finale im Komediya-Theater

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"Zwei Hasen auf einmal": Eine musikalische Farce mit überraschendem Finale im Komediya-Theater

Das Komediya-Theater beendet seine Spielzeit mit einer frischen Interpretation eines Klassikers. Zwei Hasen auf einmal, eine moderne musikalische Farce, ist noch bis zum 2. Juli zu sehen. Anders als frühere Fassungen steht diese Inszenierung für sich – mit einer überraschenden Wendung der bekannten Geschichte.

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Regisseurin und Choreografin Anna Feketa verlegt die Handlung vom originalen Kiew ins Odessa der 1920er-Jahre. Dieser Schauplatzwechsel verleiht der Produktion eine lebendige, nostalgische Energie. Im Mittelpunkt steht Pronja, gespielt von Polina Loboda, eine naive junge Frau, deren Entwicklung die Handlung prägt. Ihre Figur wächst im Laufe des Stücks weit über ihre anfängliche Einfalt hinaus.

Zum Ensemble gehören Maksim Michaljow als schlagfertiger Schlawiner Swirid Petrowitsch Golochwastow, der für viel Chaos sorgt, sowie Olga Konowalowa in der Rolle der Chimka, einer scharfsinnigen Magd, die dem absurden Treiben mit gesundem Menschenverstand begegnet. Ihre bodenständige Art bildet einen humorvollen Kontrast zu den turbulenten Ereignissen um sie herum.

Bekannte Lieder, teilweise mit folkloristischen Einflüssen, sind in die Handlung verwoben und vertiefen den Humor. Ein Höhepunkt ist die parodistische Darstellung einer überladenen Hochzeit im Hause Silberman, gespickt mit übertriebener Pracht und perfektem komödiantischem Timing. Die Produktion vermeidet eine bloße Kopie der sowjetischen Verfilmung und präsentiert stattdessen ein eigenes, unverwechselbares Finale.

Statt eines vorhersehbaren Schlusses endet das Stück mit einer herzerwärmenden, großzügigen Auflösung – eine Entscheidung, die das Publikum dazu auffordert, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion neu zu denken.

Zwei Hasen auf einmal im Komediya-Theater verbindet Musik, Humor und eine neu erfundene Kulisse. Mit dieser Inszenierung schließt das Theater am 2. Juli die Spielzeit – eine Geschichte, die zugleich frisch und nostalgisch wirkt. Die spielerische Auseinandersetzung mit der Tradition und das unerwartete Ende hinterlassen einen bleibenden Eindruck.

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